A-Jugend der HSG Konstanz erwartet heißen Tanz gegen Topteam Pforzheim.


Wenn die A-Jugend der HSG Konstanz auf die SG Pforzheim/Eutingen traf, dann war das in den letzten Jahren stets eine heiß umkämpfte Geschichte – bislang aber immer (noch) mit dem besseren Ende für die Nordbadener. Man kennt sich, man schätzt sich und man hat großen Respekt vor der Arbeit des Anderen, bevor man sich am Samstag, 15 Uhr, in der Schänzle-Sportalle erneut gegenübersteht.

Lediglich ein einziger Punkt trennt die beiden Teams aktuell, bei einem weiteren Sieg des zuletzt überzeugenden Konstanzer Zweitliga-Nachwuchses könnte dieser bis auf Platz vier vorrücken und an Pforzheim vorbeziehen. Doch die Gäste aus der Gold- und Schmuckstadt sind neben den beiden Talentschmieden der Rhein-Neckar Löwen und Balingen-Weilstetten seit Jahren die Nummer drei in der Südstaffel der Jugend-Bundesliga, waren in allen sieben Jahren seit Bestehen der Eliteklasse dabei und belegen auch in der ewigen Tabelle Rang drei hinter den Löwen und dem HBW. Manchmal gelang sogar der Sprung unter die ersten zwei und damit die Teilnahme an den K.o.-Spielen um die deutsche Meisterschaft. Im letzten Jahr jedoch verpasste Pforzheim knapp den sechsten Platz, war jedoch aufgrund der Teilnahme der B-Jugend an der deutschen Meisterschaft erneut direkt für die Bundesliga qualifiziert.

Der Abstand zwischen der HSG Konstanz (Siebter in der ewigen Tabelle der Jugend-Bundesliga Süd) und Pforzheim/Eutingen wurde allerdings von Jahr zu Jahr geringer, in der letzten Spielzeit lagen nur vier Punkte zwischen den beiden Bundesliga-Stammgästen. Schon damals war die HSG in den direkten Duellen nahe an der Überraschung, dieses Mal möchte das Trainergespann Christian Korb und Thomas Zilm gerne den ersten Erfolg gegen die SG, wichtige Punkte und den Sprung in die Spitzengruppe verbuchen. Dennoch stellt dies auch dieses Mal ein schweres, ambitioniertes Unterfangen dar. Pforzheim verfügt über die beste Abwehr der Liga und hat in fremden Hallen eine lupenreine Bilanz von drei Siegen in drei Spielen vorzuweisen. „Wenn wir gegen Pforzheim eine Chance haben wollen, müssen wir Fehler vermeiden“, sagt Trainer Christian Korb. „Dazu die entstehenden Chancen einnetzen, riskantes Spiel vermeiden. Pforzheim ist erfahren und clever.“ Das Team der SG sei taktisch weit und sehr abwehrstark, berichtet Korb, der in engem Austausch mit den Pforzheimer Trainerkollegen steht. „Tempo nutzen sie, wenn sie es brauchen. Wir wissen, dass sie ihre Außen ebenso wie den Kreis gut in Szene setzen“, so Korb und fügt an. „Das geht aber nur, da sie im Rückraum sehr variabel sind und viel Druck aufbauen.“

Genau das möchte der HSG-Coach auch von seiner Mannschaft sehen, damit die Schänzle-Sporthalle nach der unnötigen Niederlage im ersten Heimspiel gegen Zweibrücken weiter eine Festung bleibt. Mit fünf Punkten hat sich Konstanz bislang die zweitmeisten Zähler vor eigenem Publikum erspielt, während Pforzheim sich als sehr auswärtsstark präsentiert hat. Korb: „Wir wollen natürlich weiter Gas geben und unsere Halle mit unserem Drang und Ehrgeiz nun sauber halten.“ Erstmals wird die HSG Konstanz in dieser Saison vollzählig antreten können. Auch der hochtalentierte Hannes Schlegel, Neuzugang mit Zweitspierecht von der HSG Mimmenhausen-Mühlhofen, ist jetzt einsatzfähig und wird im rechten Rückraum für eine weitere Belebung sorgen. „Wir brennen darauf, wir brauchen uns nicht einschüchtern lassen. Unser Team ist breit bestückt“, gibt sich Korb deshalb angriffslustig vor einer wohl erneut spannenden Partie.

HSG Konstanz  SG Pforzheim/Eutingen