Mit Clemens Redjabo übernimmt ein erfahrener Coach die Nachfolge des Erfolgsduos Hauer/Brand bei den Frauen der SG Schenkenzell/Schiltach. Denise Österle als Co-Trainerin?

Die recht schwierige und daher lange Suche der SG Schenkenzell/Schiltach, eine Nachfolge für die erfolgreichen Trainer Andreas Hauer und Sebastian Brand zu finden, ist beendet. Clemens Redjabo ist neuer Coach der Oberliga-Handballerinnen der SG S/S, wie die Spielgemeinschaft mitteilte.

Mit dem 58-jährigen Freiburger, der in Schönwald wohnt und in einem Haslacher Unternehmen als Technischer Leiter für Gebäudetechnik arbeitet, wurde ein sehr erfahrener Trainer für die neue Saison gefunden. Nach seinen Anfängen als Jugendleiter und Jugendtrainer bei seinem Heimatverein Eintracht Freiburg zog es ihn zunächst handballtechnisch in die Schweiz zu den Männern des TV Münsingen in der 3. Liga. Danach begleitete er mehrere Teams bei den Männern und Frauen im Schwarzwald – unter anderem beim TV St. Georgen, TV Triberg und in Schramberg, dazu bei Alemannia Freiburg-Zähringen in der BW-Oberliga der Frauen. An diese Zeit erinnert sich Redjabo zum Beispiel sehr gerne: „Mit einem kleinen Kader, dafür aber mit umso größerem Teamgeist haben wir den Klassenerhalt geschafft und unsere Torhüterin wechselte dann zu Bayer Leverkusen.“

Auf ein funktionierendes Team mit stabiler Defensive setzt der Inhaber der C-Lizenz auch bei der SG S/S. Redjabo zeigt sich angetan vom Engagement der gesamten Mannschaft während der ersten Trainingseinheiten unter seiner Regie. Er will aus einer starken Abwehr mit schnellem Spiel nach Ballgewinn agieren. Dies deckt sich sehr gut mit der bisherigen Spielweise des Teams.

„Ideales Bindeglied“

Um einen reibungslosen Übergang in der trainerlosen Zeit zu gewährleisten, hatten die ehemalige Spielerin Denise Österle und ihr Ehemann Kevin, seines Zeichens Physiotherapeut der Mannschaft, die ersten Trainingseinheiten im Juli begleitet. Redjabo lobt diesen Einsatz und wünscht sich, dass Denise Österle als Co-Trainerin am Ball bleiben würde: „Sie wäre auch das ideale Bindeglied zur Mannschaft.“

Die SG jedenfalls freut sich auf eine möglichst erfolgreiche Zusammenarbeit mit Redjabo, um der Erfolgsgeschichte in den jüngsten Jahren mit zwei Aufstiegen und einer bis zu deren Abbruch guten Oberliga-Saison weitere Kapitel hinzuzufügen. Entsprechend groß ist der Dank an die scheidenden Trainer für deren äußerst erfolgreiches Engagement.

„Nun wird es aber einfach Zeit für Neues“, betonte Hauer im Frühjahr auch namens seines Trainerkollegen, als beide mitteilten, dass sie als Trainer-Duo aufhören: „Nach vier Jahren haben Sebastian und ich das Gefühl, dass frischer Wind rein muss.“ Beide bleiben aber auch künftig an anderer Stelle für die SG im Einsatz. Brand kümmert sich um potenzielle Neuzugänge im Frauenbereich, Hauer weiterhin um die Heimspiel-Plakate und SG-Auftritte – auch der Männer – in den sozialen Medien.

 

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