Sektdusche für den Altenheimer Peter Strosack nach dem Bundesliga-Aufstieg mit dem TuS ­N-Lübbecke. ©Oliver Krato
Sektdusche für den Altenheimer Peter Strosack nach dem Bundesliga-Aufstieg mit dem TuS ­N-Lübbecke. ©Oliver Krato Der TuS N-Lübbecke kehrt in die Handball-Bundesliga zurück. Mittendrin: Der Altenheimer Peter Strosack.


Ein einziger Punkt fehlte am Ende der HSG Konstanz zum Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga. Am Ende flossen die Tränen.


Die HSG Konstanz steigt aus der 2. Handball-Bundesliga ab.

 

Nach dem überraschenden 25:24-Auswärtssieg beim TV Großwallstadt hat die HSG Konstanz am Samstag, 18 Uhr, im allerletzten Spiel eine spannende Ausgangsposition für das Finale daheim in der Schänzle-Hölle. Gegen die DJK Rimpar Wölfe (kostenloser Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream) muss sie am Tag der Entscheidung einen Punkt mehr holen als Emsdetten in Lübeck. Der direkte Vergleich würde bei Punktgleichheit für die HSG sprechen und den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga bedeuten. Restkarten sind ab 16.30 Uhr an der Abendkasse oder vorab über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erhältlich.


Die HSG Konstanz ist zum Punkten verdammt. Am Dienstag, 19.30 Uhr, im Nachholspiel beim  formstarken sechsmaligen deutschen Meister und fünfmaligen Europapokalgewinner TV Großwallstadt  (kostenloser Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream) benötigt die HSG mindestens einen Punkt, um am Samstag in eigener Halle im finalen Duell weiter um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga kämpfen zu können.

 

 
Wenn die HSG Konstanz spielt, besteht akute Herzstillstand-Gefahr. Mit vier Toren lag sie beim zuvor sechsmal ungeschlagenen TV Großwallstadt in Front, dann jedoch kurz vor Schluss wieder einmal zurück. Der 19-Jährige David Knezevic drehte mit einem Doppelschlag die Partie, ehe Matthias Hild nach dem Ausgleichstreffer in höchstem Tempo über die schnelle Mitte zum TVG-Tor zog. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Patrick Volz eiskalt zum 25:24 (12:10)-Auswärtssieg. Damit hat die HSG am Samstag, 18 Uhr, in der eigenen Schänzle-Hölle ein absolutes Endspiel vor sich. Holt Konstanz gegen Rimpar einen Punkt mehr als Emsdetten in Lübeck, ist das Wunder perfekt und die HSG bleibt in der 2. Bundesliga.

 

Gut geschlagen hat sich die arg dezimierte HSG Konstanz beim Tabellendritten VfL Gummersbach. Mit ganz jungem Team und neuer Aufstellung hielt sie lange mit, muss nun aber nach der 21:28 (10:12)-Niederlage am Dienstag in Großwallstadt und am Samstag daheim gegen Rimpar in zwei Finalspielen unbedingt punkten, um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga noch zu erreichen.

 

Gummersbach hingegen nutzte die letzte Chance im Kampf um die Rückkehr in die 1. Bundesliga und hat nach der überraschenden Niederlage des TuS N-Lübbecke bei den Rimpar Wölfen am letzten Spieltag doch noch die Möglichkeit aufzusteigen. Für die ohne Tom Wolf, Peter Schramm, Tim Bornhauser und Fabian Maier-Hasselmann angereisten Gäste vom Bodensee wird es hingegen ganz eng. Schon am Dienstag im Nachholspiel beim sechsmaligen Deutschen Meister TV Großwallstadt benötigt die HSG im Fernduell mit TV Emsdetten mindestens einen Punkt, um sich die Chance auf das Finale daheim zu erhalten. Fürstenfeldbruck und Wilhelmshaven stehen bereits als Absteiger in die 3. Liga fest. Die HSG hat den Vorteil, den am Saisonende bei Punktgleichheit entscheidenden direkten Vergleich gegen Emsdetten für sich entschieden zu haben. Dennoch hat man den Klassenerhalt nun nicht mehr in der eigenen Hand, sondern ist auch auf Schützenhilfe von Lübeck am letzten Spieltag angewiesen.

 

 

Für das große Finale hofft man im Konstanzer Lager noch einmal auf die Künste der medizinischen Abteilung und darauf, den einen oder anderen schmerzlich vermissten Akteur doch noch fit zu bekommen. In Gummersbach startete die HSG mit David Knezevic und Joel Mauch aus der U23 und stellte den großen Favoriten vor allem mit einer starken Abwehrleistung um Michel Stotz im Zentrum, der zudem mit fünf Toren auch im Angriff hervorstach, erfolgreich vor einige Aufgaben. Als die HSG nach 18 Minuten durch Markus Dangers in Front ging, rieben sich viele Zuschauer sicher die Augen. Aron Czako erhöhte gar auf 8:6, Joschua Braun auf 9:7. Mehr als 22 Minuten waren in einer zerfahrenen Partie, die von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt war, zu diesem Zeitpunkt schon absolviert. Hätte die HSG sich etwas weniger technische Fehler in der so nicht eingespielten Angriffsformation geleistet und vor allen Dingen ihre vielen klarsten Torchancen genutzt, es wäre viel, viel mehr als ein 10:21-Rückstand zur Halbzeit drin gewesen.

 

Doch der beste Keeper der 2. Bundesliga in Person von Matthias Puhle machte mit 18 Paraden und sagenhaften 47 Prozent gehaltenen Würfen die Hoffnungen der Konstanzer zunichte. Stattdessen stellte Gummersbachs Trainer Gudjon Valur Sigurdsson auf eine 5:1-Deckung um und zerstörte damit den Spielaufbau der HSG entscheidend. Der zwei Meter große Hüne Julian Köster auf der vorgezogenen Einserposition „hat es mit seiner enormen Spannweite überragend gemacht. Damit hatten wir große Probleme und er hat uns sieben, acht Bälle abgeluchst“, sagte Trainer Daniel Eblen. Gummersbach setzte sich damit ab und stellte einen am Ende nicht mehr gefährdeten Sieg sicher. „Wir sind recht lange drangblieben, aber es war schon ein wenig chaotisch auf beiden Seiten“, so Eblen. „Wir haben sehr gut gedeckt. Vorne war das Zusammenspiel in einer neuen Formation schwierig, da waren wir zu grün und unvorsichtig. Das wird Lerneffekte haben.“

 

Obwohl genau das nach dem nur einen Tag nach Ende der Quarantäne in Emsdetten angesetzten Duell eingetreten ist, was in Form von vielen Verletzungen befürchtet wurde, wird die HSG noch zweimal alles geben, was im verbliebenen Aufgebort steckt. „Wir werden alles reinschmeißen, was da ist“, verspricht der HSG Coach. Alles für das Wunder von Konstanz auf den allerletzten Metern einer extrem schwierigen Corona-Chaossaison.

 

VfL Gummersbach – HSG Konstanz 28:21 (12:10)

HSG Konstanz: Maximilian Wolf (5 Paraden), Michael Haßferter (4 Paraden) (beide Tor); Michel Stotz (5), Fabian Schlaich (2), Aron Czako (1), Felix Jaeger (2), Matthias Hild (1), Markus Dangers (2), Felix Krüger (1), Fynn Beckmann, Joschua Braun (1), Samuel Wendel, Patrick Volz, David Knežević (2), Joel Mauch (4).

Trainer: Daniel Eblen

Zuschauer: 500

Die HSG Konstanz darf weiter auf den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga hoffen. Am Dienstagabend gewann das Team vom Bodensee das Nachholspiel beim Tabellensechsten TV Großwallstadt sensationell mit 25:24.

Zum Seitenanfang