Am letzten Spieltag der Saison müssen die Gallier von der Alb bei der SG BBM Bietigheim auf die Platte.


Für die Enztäler ist es nicht nur das letzte Spiel der Saison, sondern, zumindest vorerst, auch das letzte in der 2. Handball-Bundesliga, denn als Tabellenzweiter wird die SG in der kommenden Saison in der DKB Handball-Bundesliga spielen. Grundsätzlich geht es in dem Spiel um gar nichts mehr, wären da nicht zum einen das Hinspiel, zum anderen für Bietigheim das Heimspiel vor der Aufstiegsfeier und nicht zu vergessen: Das Ganze ist auch noch ein schwäbisches Derby. Spielbeginn in der EgeTrans Arena in Bietigheim ist am kommenden Samstag, 2. Juni, um 18:30 Uhr. Die Leitung der Partie haben die beiden Unparteiischen Maike Merz und Tanja Schilha (Oberteuringen / Friedrichshafen).

Neben den bereits erwähnten Gründen gibt es für die Gallier von der Alb aber dann doch noch ein Ziel, das Trainer Jens Bürkle erreichen möchte. „Ich glaube, wenn wir das Spiel gewinnen, werden wir am Ende in der Tabelle auf dem vierten Platz stehen und den möchten wir erreichen“, widerspricht Bürkle, dass es für den HBW um nichts mehr geht. Er ist mit den zuletzt gezeigten Leistungen seiner Mannschaft sehr zufrieden und ein Sieg gegen Bietigheim wäre für ihn so etwas, wie eine Belohnung, für die zuletzt gezeigte Leistungssteigerung seiner Jungs. „Wir haben im Hinspiel gegen Bietigheim eine ganz unglückliche Niederlage gehabt, mit einer Leistung, die nicht gut war und jetzt möchten wir mit einer guten Leistung den Spieß umdrehen und das Spiel gewinnen“, hat der Sportwissenschaftler kein Problem damit, den Bietigheimern ihre Aufstiegsfete etwas zu verderben.

Mit einem Sieg gegen den Tabellenzweiten könnte Bürkle für sich auch in Anspruch nehmen, in der Rückrunde mit seiner Truppe bis auf den Bergischen HC und TUSEM Essen gegen alle Mannschaften aus der Top-Ten gewonnen zu haben. „Die Abwehr hat sich in den letzten Wochen und Monaten schon massiv stabilisiert. Da sind schon Entwicklungsprozesse zu erkennen und wir haben es auch geschafft, viele junge, vor allem eigene Leute in die Mannschaft zu integrieren“, schaute der HBW-Coach vor der finalen Begegnung in Bietigheim auch mal zurück auf die zu Ende gehende Saison. Dass nicht er mit seiner Mannschaft, sondern die Enztäler am Samstag den Aufstieg feiern können, lag aber auch daran, dass die Gallier von der Alb Ausreißer nach unten hatte „und die wollen und müssen wir in der kommenden Saison abstellen“, setzt er aber auch schon die ersten Eckpunkte für die nächste Spielzeit.

Dass es in der EgeTrans Arena in Bietigheim nicht einfach wird, darüber ist sich der HBW-Coach durchaus im Klaren. Der Tabellenzweite hat vor heimischem Publikum in der gesamten Saison nur fünf Punkte abgegeben. Neben dem Bergischen HC, konnte noch Coburg gewinnen und gegen die Rimpar Wölfe spielte die SG Unentschieden. Die einzig richtig heftige Niederlage kassierte der designierte Aufsteiger vor zwei Wochen gegen den VfL Lübeck-Schwartau. Die 28:18-Niederlage sollte man aber differenziert betrachten. Eine Woche zuvor hatte die SG den Aufstieg in die DKB Handball-Bundesliga perfekt gemacht und man kann sich durchaus vorstellen, wie und vor allem wie lange Mannschaft, Fans und auch die Verantwortliche gefeiert haben. Dass es der Tabellenzweite auch mit reduziertem Kader viel besser kann, bekam vor einer Woche der Dessau-Rosslauer HV zu spüren. Bereits zur Halbzeit führt die SG mit 13:19 und am Ende stand ein 27:38-Erfolg zu Buche.

Auch vor dem letzten Saisonspiel stand Trainer Jens Bürkle bei HBW.tv Rede und Antwort. Das Gespräch mit ihm zum letzten Spiel der Gallier von der Alb gibt es wie immer im HBW-YouTube-Channel unter folgendem Link: https://youtu.be/_M48ADC4WTY .

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