Acht Schweizer Teams nehmen Kurs auf Europa


Sieben Schweizer Vereinsmannschaften kennen seit Dienstag ihre ersten Gegner im Europacup 2019/20. Nachdem die Kadetten Schaffhausen bereits vor einigen Tagen in die Champions League gelost wurden, bekamen die weiteren vier Frauen- und drei Männermannschaften bei der Auslosung von vier Europäischen Wettbewerben in der Zentrale der EHF in Wien Gegner aus sechs unterschiedlichen Ländern zugelost.

EHF Cup Männer
Den Auftakt in die diesjährige Europacup-Kampagne der Schweizer Vereinsmannschaften macht Pfadi Winterthur. Die Eulachstädter treten in der ersten Runde im EHF Cup an. Dort messen sie sich bereits Ende August/Anfang September mit KH Besa Famgas aus dem Kosovo. Für das Team aus Peja, gelegen im Dreiländereck zwischen Montenegro, Albanien und dem Kosovo, ist es der erste Pflichtspielvergleich mit einem Schweizer Team.

Erst in der zweiten Runde greift Cupsieger Wacker Thun in den Wettbewerb ein. Die Berner Oberländer müssen noch auf ihren Gegner warten. Sicher ist aktuell nur, dass Wacker auf den Gewinner des Duells zwischen Achilles Bocholt (BEL) und West Wien (AUT) treffen wird. Sollte Pfadi Winterthur ebenfalls den Sprung in die zweite Runde schaffen, dann wartet dort das Duell mit HC Bitolo aus Nordmazedonien. Die Spiele der zweiten Runde finden an den ersten beiden Oktoberwochenenden statt.

EHF Cup Frauen
Der Schweizer Meister bei den Frauen, LC Brühl, bekommt es mit einem ehemaligen Europacup-Sieger zu tun. Die St. Gallerinnen treffen in der ersten Runde des EHF Cup auf H65 Höörs HK aus Schweden. Die Skandinavierinnen konnten 2014 den Challenge Cup gewinnen und stießen 2017 nochmals bis ins Endspiel vor.

Der LK Zug bekommt es in der ersten Runde mit Bera Bera aus Spanien zu tun. Die Frauen aus San Sebastián im Baskenland waren in der Vergangenheit Dauergast im Europäischen Vereinshandball. In der letzten Saison schaffte Bera Bera den Sprung in die EHF Cup-Gruppenphase.

Cupsieger Spono Eagles spielt gegen IUVENTA Michalovce. Die Frauen aus dem Osten der Slowakei konnten in den vergangenen fünf Jahren im EHF Cup zweimal bis in die Runde der Top 16 vorstoßen.

Allen drei Schweizer Frauenteams im EHF Cup wurde zunächst ein Auswärtsspiel zugelost. Das Hinspiel findet am 8./9. September statt. Am 15./16. September finden die Rückspiele statt. Gewinnt Brühl gegen Höörs, dann spielen die St. Gallerinnen in der zweiten Runde gegen Kuban Krasnodar aus Russland. Nimmt Spono die Hürde Michalovce, dann treffen die Eagles auf OGC Nizza aus Frankreich. Sofern sich Zug gegen Bera Bera durchsetzt, wartet Brasov aus Rumänien.

Challenge Cup Männer
Der BSV Bern misst sich im Challenge Cup der Männer mit einem serbischen Gegner. Die Hauptstädter treffen auf RK Dinamo Pantschowa und starten am 5./6. Oktober mit einem Heimspiel. Das Rückspiel findet eine Woche später (12./13. Oktober) in der unweit der Hauptstadt Belgrad gelegenen Kleinstadt statt.

Challenge Cup Frauen
Rotweiss Thun tritt als einzige Schweizer Mannschaft im Challenge Cup der Frauen an. Start in den Wettbewerb mit 22 Teilnehmern ist erst im November. Am 9./10. und 16./17. November treffen die Berner Oberländerinnen auf Atlético Guardes aus Spanien. Die Auslosung bescherte Thun zunächst ein Heimspiel. Das Rückspiel findet im Westen Spaniens statt. Die Stadt A Guarda liegt an der Atlantikküste und grenzt unmittelbar an Portugal.

Bereits seit einigen Tagen kennen die Kadetten Schaffhausen als einziger Schweizer Vertreter in der Champions League ihre Gruppengegner.

Damit starten ab Ende August acht Schweizer Vertreter in den internationalen Vereinswettbewerben und nehmen Kurs auf Europa. Die genauen Ansetzungen aller Partien sowie ein möglicher Tausch von Heimrechten werden in den nächsten Wochen zwischen den Clubs abgestimmt. (Quelle: Matthias Schlageter)

Schweizer Handball Verband

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