Nach einer langen und schweißtreibenden Vorbereitung beginnt am Wochenende die neue Runde.


Im ersten Spiel der neuen Saison muss Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II in der Pfalz bei der TSG Hassloch antreten. Alles andere als ein leichter Aufgalopp für das Team von Coach André Doster, zumal gleich eine weite Reise und eine hitzige Atmosphäre auf die Jung-Galier warten. (Samstag, 19.30 Uhr, Sportzentrum Haßloch)

„Das wir uns so schnell wiedersehen, damit war nicht zu rechnen“, deutet Doster die Kuriosität des Spielplans an, denn erst das letzte Auswärtsspiel der vergangenen Spielzeit führte sein Team zu den „Pfalzbibern“. An den 30:25-Sieg und vor allem die starke Leistung mit großem Kampfgeist, taktischer Disziplin und einem überragenden Mario Ruminsky im Tor anzuknüpfen, wird auch die Aufgabe für diesmal sein. Denn der HBW-Coach weiß um die Gefährlichkeit des Gegners: „Haßloch ist eine körperlich sehr starke Mannschaft, musste kaum Abgänge verkraften; sie sind entsprechend eingespielt, spielerisch sehr gut aufeinander abgestimmt.“ Im nahezu unveränderten Kader stehen einige Spieler mit großer Erfahrung wie Kevin Seelos, Elvijs Borodvskis im rechten Rückraum ist ein wurfgewaltiger Linkshänder. „Hassloch spielt eine sehr stabile 6:0-Abwehr gegen den Rückraum, die sie aber auch während des Spiels immer wieder in offensivere Abwehrformationen umwechseln können. Im Angriff sind sie sehr unangenehm, spielen sowohl einfache Auftakthandlungen wie auch komplexe Spielzüge.“ Dazu kommt es zum Wiedersehen mit einigen früheren Balingern, Stefan Job am Kreis ist ein groß gewachsener stämmiger Spieler, den es zu verteidigen gilt, und auch Linksaußen Denni Djozic, der auch schon das HBW-Trikot getragen hat, verfügt über große Qualität. Auf dem rechten Flügel verfügt Maximilian Zech über eine HBW- Vergangenheit.

„Es wird also kein Selbstläufer“, weiß Doster, der seine Mannschaft aber gut gerüstet sieht für die kommende Spielzeit. „Die Vorbereitung war sehr intensiv, wir haben hart gearbeitet und versucht, die Grundlagen für die kommende Spielzeit zu legen“, ist der Trainer zufrieden mit dem Stand seiner Spieler. „In der vergangenen Woche war zu spüren, dass es an der Zeit ist, das, was wir trainiert haben, im Wettkampf umzusetzen.“ Im Gegensatz zu früheren Jahren gibt es keine größeren Verletzungen zu verzeichnen, alle Spieler sind fit und brennen auf den Saisonstart. Personell hat sich bei den Jung-Galliern, anders als in den Vorjahren, wenig verändert: Nur Tim Rozman (Wilhelmshavener HV), Fynn Beckmann und Áron Czakó (beide HSG Konstanz) haben den Verein verlassen, dafür sind mit Routinier Lars Friedrich (HBW I) und Nachwuchsspieler Lars Röller von den Rhein-Neckar Löwen II zwei Spieler neu dabei. Das machte die Integrationsphase natürlich etwas leichter: „Wir haben viele Achsen, die letztes Jahr gut funktioniert haben. Aber wir werden ein paar Spiele brauchen, bis wir die richtige Abstimmung wieder gefunden haben.“ Das erwartet Doster insbesondere von Lars Friedrich, der seine Erfahrung an die jungen Spieler weitergeben und das Team gemeinsam mit Christoph Foth führen soll. „Ich bin mir sicher, dass viele von ihm profitieren werden und er dem Team auf jeden Fall weiterhilft.“

Das Spiel in Haßloch wird eine erste Standortbestimmung, weiß doch vor Rundenbeginn keine Mannschaft genau, wo sie steht. Dennoch geht der HBW II als Favorit in die Begegnung, die Fakten der Vorsaison lassen keinen anderen Schluss: Die Jung-Gallier gewannen beide Duelle mit den Pfalzbibern, entschieden das Heimspiel mit 29:27 und das Auswärtsspiel mit 30:25 für sich. In der Endabrechnung ordnete sich der HBW II punktgleich mit Vizemeister Rhein-Neckar Löwen II (40:20) auf dem dritten Tabellenplatz ein, die Pfälzer schlossen die Runde mit 29:31 Zählern als Zehnter ab. Die Marschroute von Trainer Doster ist klar: „Die Favoritenrolle nehmen wir an, wissen aber, dass wir eine richtige Hausnummer vor uns haben. Wir gehen die Aufgabe ambitioniert an und wollen unbedingt gewinnen!“ (Bild: HBW Balingen-Weilstetten II)

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