Nach einer ausgeglichenen Startphase wird Willstätt nach einer doppelten Unterzahl aus der Bahn geworfen. (Bilder) (Tabelle/Ergebnisse) (Torschützen 3. Liga Süd)


Gästespieler Sebastian Meinzer eröffnete mit dem 0:1 die Begegnung, Dane Markovic und Dinko Dodig holten nach fünf Minuten die Führung zurück. Fürstenfeldbruck drehte das Spiel wieder und erzielte nach 13 Minuten das 3:5 durch Benedikt Hack. Christopher Räpple mit zwei Siebenmeter zum 5:5 Ausgleich und Felix Gäßler und wiederum Räpple sorgten beim 7:5 (21.) für ein wenig Stimmung auf der gut besetzten Tribüne. Die achtminütige Torflaute der Gäste wurde mit dem 7:6 durch Julian Prause beendet.

Fortan schenkten sich beide Teams nichts und lieferten sich eine spannende Phase. Nach 24 Minuten dann eine doppelte Unterzahl für die Willstätter. Christopher Räpple und wenige Sekunden später Daniel Schliedermann musste pausieren, als Sebastian Meinzer per Siebenmeter zum 9:8 verkürzte. Die offene Manndeckung der Gäste konnte Dinko Dodig nicht bremsen, Régis Matzinger nutzte sein Zuspiel zum 10:8 (25), welches auf der TVW-Bank und bei den Fans ausgiebig gefeiert.

Ernüchterung jedoch beim Pausenpfiff. Willstätt wurde förmlich überrannt und war beim 11:15 froh, sich in der längeren Halbzeitpause, Gedanken über den Verlauf der zweiten 30 Minuten machen zu können. Es waren wohl die falschen Gedanken.

Um es vorweg zu nehmen. Willstätt erzielte wie im ersten Durchgang 11 Tore, der TuS Fürstenfeldbruck kam auf 22 Treffer. Was sich nach dem Rückstand Ende der ersten Halbzeit abzeichnete, setzte sich im zweiten Durchgang fort. Eine standfeste Abwehr der Gäste zeigte dem Großteil den TVW-Spielern deutlich die Grenzen auf. Kopf und Schultern gingen bei den Einheimischen nach unten. Nach 50 Minuten sah Regis Matzinger nach einem Gesichtstreffer bei Alex Leindl (Nasenbeinbruch) eine berechtigte Rote Karte, es passte zur Darstellung der Schiemann-Sieben.

Rückenwind der knapp 650 Zuschauer war zudem ebenfalls nicht vorhanden. Wer nur bei einer Führung seine Mannschaft unterstützt, stärkt nicht den Rücken der Spieler. Fast wie in einer Theatervorstellung erduldeten die „Fans“ das Spiel. Nur eine kleine Gruppe mit Trommeln sorgte für monotone Unterstützung. Dagegen feierte der TuS Fürstenfeldbruck 60 Minuten lang jede Balleroberung, jedes Tor und jede Torhüterparade. Es schien so, als wäre die Hanauerlandhalle noch nicht zum ersten Spieltag der 3. Liga Süd bereit gewesen.

Während der letztjährige Tabellenachte die Tabellenführung übernehmen konnten, findet sich der TV Willstätt am Tabellenende wieder. Nach dem Hochgefühl nach den Siegen in der Vorbereitung vielleicht der richtige Schock zu Beginn der Runde.

TV Willstätt - TuS Fürstenfeldbruck 22:37 (11:15)

TV Willstätt: Rafal Grzybowski, Josip Kvesic, Max Irion, Marco Festerling - Ben Veith, Jan-Lennart Beering, Kevin Durand (2), Cedric Lauppe (1), Daniel Schliedermann (1), Dane Markovic (2), Christopher Räpple (8/2), Lukas Veith - Régis Matzinger (1), Felix Gäßler (5), Luis Pfliehinger, Dinko Dodig (2)

TuS Fürstenfeldbruck: Markus Winkler, Michael Luderschmid, Valentin Hagitte - Alexander Leindl (5), Falk Kolodziej (1), Noah Newel (1/1), Johannes Stumpf, Sebastian Meinzer (8/3), Korbinian Lex (1), Yannick Engelmann (5) - Gianni Huber, Benedikt Hack (5), Felix Kerst (7) - Johannes Borschel, Cerdic Riesner (2), Julian Prause (2)

Schiedsrichter: Stefan Czommer, Cristian Marin

Rot Disqualifikation: Régis Matzinger / -

Strafminuten: 10:4

2 Minuten: Jan-Lennart Beering, Kevin Durand, Kevin Durand, Christopher Räpple, Daniel Schliedermann / Gianni Huber, Korbinian Lex

Vergebener Siebenmeter: - / Sebastian Meinzer

TV Willstätt   TuS Fürstenfeldbruck


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