Mit dem überzeugenden 28:23 gegen den HC Erlangen II ist Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II wieder auf den vierten Tabellenplatz vorgerückt, nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter Fürstenfeldbruck.


Doch jetzt wartet eine unangenehme Aufgabe auf die Schützlinge von Trainer André Doster, am Wochenende steht die Reise zum letztjährigen Aufsteiger TV Willstätt  auf dem Programm. (Samstag, 20 Uhr, Hanauerlandhalle Willstätt).

Im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Marco Schiemann gelang den Ortenauern vor Wochenfrist ein in dieser Deutlichkeit garantiert nicht erwarteter Befreiungsschlag, das 35:24 in Blaustein war der erste Saisonsieg, mit dem Willstätt die Rote Laterne an den Aufsteiger weitergereicht hat. Für HBW-Coach André Doster ein Déjà-vu-Erlebnis: „Schon letztes Jahr hatten wir die ähnliche Situation, wir haben uns nach dem Trainerwechsel gegen Willstätt unheimlich schwer getan. Es war ein äußerst zähes Spiel, das wir letztlich dann aber doch gewinnen konnten.“ Genauso hart dürfte die Hürde auch diesmal sein, auch wenn die Saison für die Südbadener bisher wenig erfreulich verlaufen ist. Nach dem knappen Klassenerhalt in der vergangenen Saison im Entscheidungsspiel gegen Neuhausen/Filder waren die Willstätter bis dato nicht richtig in Fahrt gekommen.

Doch der Sieg in Blaustein könnte der erhoffte Befreiungsschlag gewesen sein, zudem „werden unter dem Interimstrainer einige Dinge anders sein, was die Spielvorbereitung nicht einfacher macht“, schildert Doster die Auswirkungen auf seine Arbeit unter der Woche. Dennoch war die Analyse natürlich akribisch wie immer, um sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. „Die Willstätter Mannschaft ist im Vergleich zur letzten Runde deutlich verbessert: Kopf der Mannschaft ist Daniel Schliedermann, der jüngere Bruder von Bundesligaspieler Marcel Schliedermann, der auf Rückraum Mitte sehr gefährlich und wurfkräftig ist.“ Variabel in der Abwehr und im Angriff mit zwei treffsicheren Halben, darunter Felix Gässler auf Rückraum Links, ist es schwer auszumachen, wie das Team auftreten wird. Doster sieht eine Stärke des Gegners im „breiten Kader, sie werden zudem über die Emotionen kommen; darauf müssen wir uns einstellen.“

Entsprechend hat der Trainer seine Jungs auf "ein hartes Stück Arbeit" in Willstätt eingestellt. Die Fahrt in die Ortenau am morgigen Freitag dürfte für die Jung-Gallier der eigenen Erfahrung zufolge "alles andere als ein Spaziergang" werden. Dennoch hat sich die Truppe um Kapitän Julian Thomann vorgenommen, die nächsten Auswärtspunkte einzufahren, vergangene Saison war Willstätt ja durchaus eine Reise wert. Und Coach Doster weiß um die Schlüsselaspekte, die es zu beherzigen gilt: „Für uns ist die Stabilität in der Abwehr entscheidend, damit wir in unser Tempospiel kommen können.“ So wie gegen Erlangen II, als die nur 23 Gegentore das Fundament für den Heimsieg bedeuteten.

Personell wird sich zur Vorwoche nichts ändern, Moritz Schmidberger fehlt weiterhin nach seinem Nasenbeinbruch, und auch Adam Soos wird wegen eines Muskelbündelrisses bis auf Weiteres nicht auflaufen können. Auch Youngster Valentin Mosdzien der die Doppelbelastung in der A-Jugend-Bundesliga bewältigen muss, wird Samstag mit von der Partie sein.

Wer die Jung-Gallier bei dieser Auswärtsfahrt unterstützen möchte, kann um 16.15 Uhr an der SparkassenArena in den Bus einsteigen – Trommeln und Tröten nicht vergessen!

TV Willstätt  HBW Balingen-Weilstetten

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