René Hamann-Boeriths, neuer Trainer der TuS Metzingen, kann es kaum erwarten.


„Endlich ist der Rhythmus zurück, den wir lieben“, sagt er. Vorbei die Zeit der Vorbereitung, jetzt geht es wieder Woche für Woche um Tore und Punkte – manchmal auch in doppelter Ausführung. Wobei es bei der TuS auch in der Vorbereitung schön war. Zumindest hat es der Trainer so gesehen, weil seine Mädels vorbildlich mitgearbeitet haben. „Es ist gut gelaufen“, fasst der Däne zusammen, der es bei seiner ersten Station als Frauentrainer mit einer höchst motivierten Mannschaft zu tun hat. Und die reist jetzt voller Tatendrang nach Neckarsulm.

Es gilt im Unterland eine Sache aus der vergangenen Saison zu reparieren. Da haben die TusSies doch das letzte Spiel, eben in Neckarsulm, mit 23:26 unerwartet in den Sand gesetzt. Als Entschuldigung kann man anführen, dass sich die Pink Ladies da schon im Final-Four-Modus befanden und in der Liga alles gelaufen war. Geschmerzt hat es trotzdem.

Tests machen Mut
Jetzt soll also eine Revanche her, wobei Hamann-Boeriths zu höchster Konzentration mahnt. „Das erste Spiel ist etwas ganz spezielles. Man weiß nicht genau, wo man steht. So geht es allen Mannschaften.“ Tendenzen waren in der Vorbereitung bei diversen Tests auszumachen. Die haben aus TuS-Sicht nicht schlecht ausgesehen. Der letzte gegen Göppingen war sogar ganz gut, wobei der 35:18-Sieg natürlich nicht überschätzt werden darf – kleinreden muss man ihn aber auch nicht. „Wir haben da schon ziemlich genau getroffen, was wir gerne möchten“, sagt der Trainer.

Rasant in die Gegenstöße
Die Abwehr war aggressiv und beweglich, rasant ging es mit Gegenstößen nach vorne. Das hohe Tempo ist genau das Ding von René Hamann-Boeriths. Wenn es dann noch mit Präzision einhergeht, ist es perfekt. Freilich weiß er auch, dass der Auftritt gegen Göppingen mit dem gegen Neckarsulm nur bedingt zu tun hat. Göppingen hat noch experimentiert, Neckarsulms Trainer Emir Hadzimuhamedovic wird ein bestens eingestelltes Team ins Rennen schicken.

Sehr viel hat sich nicht verändert bei seiner Mannschaft. Verdaut ist der Ärger, den es um die Personalie Iveta Luzumova gab. Die Ausnahmespielerin sollte und wollte ursprünglich vom Thüringer HC nach Neckarsulm wechseln, zog es dann aber vor, beim THC zu bleiben. Mit Linda Mack und Ann-Cathrin Giegerich konnte man zwei Akteurinnen des deutschen Meisters SG BBM Bietigheim verpflichten, Nele Reimer ist ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent vom HC Leipzig. Apropos Reimer: Sie hat der TuS in der vergangenen Saison neun Treffer bei der 23:24-Niederlage eingeschenkt. Es wäre gut, wenn man sich am Samstag abwehrtechnisch mehr um die junge Dame kümmern würde.

Neue Kräfte spielen auch bei den TusSies, wobei Shenia Minevskaja nicht richtig neu ist. Nach zwei Jahren Leipzig kam sie zurück ins Ermstal. Isabell Roch ergänzt sich im Tor prima mit Jasmina Jankovic, auf halbrechts ist die Polin Monika Kobylinska voller Tatendrang. Zusammen mit den etablierten Kräften ist es ein Team, das wieder oben in der Tabelle mitmischen will. Ein erfolgreicher Start am Samstag in Neckarsulm wäre der erste Schritt in diese Richtung.

René Hamann-Boeriths vermeldet einen hochmotivierten und größtenteils insatzfähigen Kader. Bis auf die Rekonvaleszenten Dorina Korsos und Stina Karlsson ist alles an Bord bei den Pink Ladies. Quelle: Südwestpresse – Wolfgang Seitz.

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