A-Jugend der HSG Konstanz vor Südbaden-Derby.


Aufatmen konnte Thomas Zilm in dieser Woche. Seine seit Wochen arg dezimierte Mannschaft konnte in dieser Woche wieder in größerer Stärke trainieren und kann sich auf die Rückkehr von Jugend-Nationalspieler Luca Mastrocola und Linkshänder Balthes Reiff freuen. Gerade rechtzeitig zum Südbaden-Derby gegen den TuS Schutterwald am Sonntag, 12.45 Uhr, in der Schänzle-Sporthalle als Auftakt des großen HSG-Heimspieltages mit der Oberliga-U23 um 14.30 Uhr und dem Drittliga-Kracher um 17 Uhr gegen Saarlouis.

Schon das Hinspiel in der Ortenau wurde gewohnt emotional und bissig von beiden Teams geführt, nun kommt die brisante Tabellenkonstellation dazu. Lediglich zwei Punkte trennen die beiden einzigen südbadischen Bundesliga-Vertreter und beide Mannschaften wollen den Anschluss nach oben halten. Im letzten Spiel in diesem Jahr hofft Trainer Thomas Zilm auf einen versöhnlichen Abschluss nach furiosem Saisonstart und einem verletzungsbedingt schwierigen Ende der Hinrunde. Er weiß: „Das Spiel wird wieder heiß und beide Teams werden sich nichts schenken. Es wird ein echter Fight.“

Denn auch der von Ex-Bundestrainer Martin Heuberger betreute TuS Schutterwald benötigt jeden Punkt. Auf Konstanzer Seite stand nach dem Remis in Neuhausen mit dem Gegentor in allerletzter Sekunde vor allem Wurftraining auf dem Programm. „Wir wollen“, erklärt Zilm“, „uns nicht nur auf unser Tempo und Eins-gegen-Eins verlassen. Wir wollen die Effektivität aus der zweiten Reihe erhöhen.“ Mit Jan Stotten und Rückkehrer Luca Mastrocola verfügt die HSG nun wieder über das Personal, um auch aus der Distanz Druck auszuüben.

Thomas Zilm nimmt den Gegner dabei sehr ernst. „Trotzdem wollen wir die Punkte daheim behalten“, gibt er die Marschroute vor. „In der Bundesliga gibt es nur schwere Aufgaben, doch wenn wir an unser Leistungsoptimum gehen, ist auch fast immer etwas möglich.“ Schutterwald bestätigte diese Einschätzung und war vor Wochenfrist kurz vor der Überraschung in Pforzheim. Am Ende musste man sich nur hauchdünn mit 20:21 geschlagen geben.

Der schwierigen Situation in den letzten Wochen zum Trotz kann der Konstanzer Übungsleiter mit Blick auf die kommenden Jahre sogar etwas Positives in den ihm und seiner Mannschaft gestellten Herausforderungen erblicken. Die Erfahrungen könne und müsse jeder für sich nutzen, meint er. „Wir sehen das ja als Vorbereitung für den Aktivenbereich. Das hat letztes Jahr schon gut geklappt.“ Vielen A-Jugendlichen gelang auf Anhieb der Sprung in die Herren-Oberliga. „Über die Spielanteile können auch diese Saison wieder viele Spieler wertvolle Erfahrungen sammeln“, zeigt er auf. Gegen Schutterwald können die jungen Nachwuchskräfte dabei wieder beweisen, dass sie auf höchstem Niveau bestehen können.

Etwas Rückenwind für das Derby gab der Punktgewinn gegen JANO Filder, zumal der HSG-Coach betont: „Hängende Köpfe gibt und gab es nicht.“ Denn viel sagen müsse er gar nicht. „Die Jungs“, lobt er, „wissen alle selbst, was sie falsch machen.“ Deshalb geht der Blick nicht zurück, sondern auf die nächste Herausforderung. Zilm: „Jetzt wollen wir Punkte und einen positiven Jahresabschluss. Ich erwarte, dass jeder alles in die Waagschale wirft und das Maximum aus sich herausholt.“


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