Die letzten Wochen mit drei aufeinander folgenden Auswärtsspielen in Serie waren für die A-Jugend der HSG Konstanz alles andere als erfolgreich.


Einmal viel Pech in Balingen und zweimal sehr deutliche Niederlagen machen eine Bilanz von null Punkten und minus 26 Toren. Dank der zuvor furiosen Leistungen steht der Zweitliga-Nachwuchs aber immer noch aussichtsreich im Rennen um die ersten sechs Plätze und die damit verbundene direkte Bundesliga-Qualifikation da. Im ersten Heimspiel nach knapp einem Monat geht es nun am Samstag, 15 Uhr, um zwei Big Points gegen einen direkten Konkurrenten, gegen diejenige Mannschaft, die im Moment den ominösen sechsten Rang belegt: die JSG Echaz-Erms.

Der Zusammenschluss der Drittligisten TV Neuhausen/Erms und VfL Pfullingen hat dabei nur ein einziges Pünktchen mehr auf dem Konto als die Konstanzer, sodass die in der Vergangenheit ohnehin stets heißen Duelle zwischen den Südbadenern und Schwaben jetzt enorme zusätzliche Brisanz erhält. Zwei Punkte fehlen Konstanz auf Rang fünf, drei auf Platz drei. Die Jugend-Bundesliga erweist sich einmal mehr als extrem ausgeglichen.

HSG Konstanz

Gesprächsbedarf: Nach zuletzt drei Auswärtsniederlagen in Folge wollen die Trainer Thomas Zilm und Christian Korb eine Reaktion ihrer Mannschaft im Spiel um zwei Big Points sehen. (Bild: Peter Pisa)

Um für die letzten drei Spiele vor der Weihnachten gewappnet zu sein, wurden nach den Enttäuschungen der letzten Wochen zahlreiche Gespräche geführt, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Viele Verletzungen und krankheitsbedingte Ausfälle bei der A-Jugend und gleichzeitig der U23 machen es dem Trainergespann Thomas Zilm und Christian Korb derzeit nicht einfach, denn die Erfolgs-Formation der Qualifikation und ersten Partien mit dem Vorrücken bis auf Platz drei konnte schon lange nicht mehr komplett aufgeboten werden.

Echaz-Erms hingegen konnte nach ebenfalls drei Niederlagen am Stück zuletzt einen wichtigen Erfolg beim 39:38-Schützenfest gegen Zweibrücken feiern und zog damit an den Konstanzern vorbei. Gleiches haben nun die Bodensee-Handballer am Samstag vor, obwohl Trainer Christian Korb warnt: „Echaz-Erms ist ein sehr gefährlicher Gegner.“ Mit Blick auf das eigene Team erhofft er sich eine Rückkehr zur Einstellung und Disziplin der Qualifikation und ersten Bundesligawochen, nachdem sich sein Team in diesen Bereichen zuletzt nicht bundesligareif präsentierte.

Sein Trainerkollege Thomas Zilm rechnet vor: „Ab Platz drei kämpft alles um Rang sechss. Wir haben deshalb ein richtungsweisendes Spiel vor uns.“ In den letzten drei Spielen vor der Spielpause warten nach den schweren Aufgaben gegen die Topteams der Liga ausschließlich Partien gegen direkte Konkurrenten. Zilm. „Wir wollen uns in der Gruppe, der vier bis fünf Teams, die sich um die direkte Qualifikation streiten, gut positionieren. Dazu müssen wir nun Punkte machen, sonst wird es, wenn man einmal hintendran ist, schwer.“ Neben der durchaus positiven individuellen Entwicklung der Leistungsträger fordern die beiden Verantwortlichen auch wieder „100 bis 150 Prozent Einsatz. Die Jungs können es wesentlich besser als zuletzt“, meinen beide unisono.

  JSG Echaz-Erms

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