Packende Szenen wie hier zwischen dem HGW Hofweier und TuS Helmlingen wird es in den Handball-Hallen frühestens Ende Januar wieder geben. ©Peter Heck

Südbadens Handballer hoffen auf eine Hallenöffnung zu Beginn des neuen Jahres. Vier Wochen später soll um Punkte gespielt werden. Die Endrunde muss wohl zumindest verkürzt werden.

 

Südbadens Handballer haben einen neuen Termin für den geplanten Re-Start, nachdem der 12./13. Dezember nicht mehr haltbar war: Ab dem Wochenende 30./31. Januar 2021 soll wieder um Punkte gespielt werden. Doch keiner weiß, ob dieser Termin tatsächlich bestehen bleibt. Der neuen Planung liegt nämlich die Hoffnung zugrunde, dass das Mannschaftstraining ab Januar 2021 wieder zulässig sein wird. Und das ist alleine die Entscheidung der Politik.
Letztlich musste das Präsidium des Südbadischen Handball-Verbandes (SHV) am Donnerstagabend in einer Telefonkonferenz auf Basis der Beschlüsse aus der Abstimmung der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten der Länder vom Mittwoch, als der Teil-Lockdown bis 20. Dezember verlängert worden war, aber eine Entscheidung treffen, um den Vereinen einen möglichen Re-Start-Termin an die Hand zu geben. „Wir hängen aber weiterhin in der Luft, weil wir nicht wissen, wann die Sporthallen geöffnet werden“, erklärte Ansgar Huck, der Vizepräsident Spieltechnik im SHV. Laut Vorgaben von Handball Baden-Württemberg soll den Vereinen eine vierwöchige Vorbereitungszeit zugestanden werden.

Sorge um den Nachwuchs

Dass das SHV-Präsidium noch am 18. November trotz weiterhin hoher Infektionszahlen mit der Ankündigung überrascht hatte, am 12./13. Dezember einen Re-Start wagen zu wollen und mit dieser Entscheidung von den Vereinen auch viel Kritik einstecken musste, verteidigte Alexander Klinkner in diesen Tagen noch mal. Man wollte ein „gewisses Zielbild aufrechterhalten, auf das man hinarbeiten kann“, so der SHV-Präsident. „Es war unsere an die Vereine gerichtete Motivation, sich fit zu halten und auch dafür zu sorgen, dass die Spieler, die Kinder und Jugendlichen bei der Stange bleiben“, erklärte er gegenüber dem Badischen Tagblatt. Die Angst ist nämlich groß, dass der Nachwuchs in diesem Corona-Jahr dem Handball abhanden kommt. 

Sportliche Entscheidungen erwünscht

Ziel im Aktivenbereich sei es nun, die laufende Spielrunde abzuschließen, wie der Verband in einer Pressemitteilung am Freitag erklärte. Dies erfolge entsprechend der aktuellen Planungsszenarien mittels des Abschlusses der Vorrundenspiele in Hin- und Rückspiel auf Basis einer neuerlichen Terminplanung mit den Vereinen. Eine Entscheidung über die dann folgende Spielsystematik zur Ermittlung von Meistern, Aufsteigern und Absteigern soll später getroffen werden. Dies entspricht den in den Durchführungsbestimmungen hinterlegten Vorgehensweisen. 
Ursprünglich war geplant, dass in den zweigeteilten Südbadenligen und Landesligen mit je acht Mannschaften nach der Vorrunde in einer Endrunde vier Teams um den Aufstieg und vier gegen den Abstieg spielen. Der Modus dieser Endrunde kann schrittweise geändert werden. So heißt es in den Durchführungsbestimmungen beispielsweise: Ist das Ende der Vorrunde das Wochenende 24./25. April 2021 oder später, entfällt die Endrunde komplett, die notwendigen Entscheidungen werden in Entscheidungsspielen herbeigeführt, wo das möglich ist.

Endspiele um Aufstieg und Klassenerhalt?

So könnten letztlich nur die jeweiligen Gruppensieger einen Aufsteiger ermitteln und müssten auch nur noch die Gruppenletzten- bzw. vorletzten Entscheidungsspiele um den Klassenerhalt austragen. Mit Überlegungen dazu beschäftigen sich derzeit die Spieltechniker des Verbandes.
Im Jugendbereich bestätigte das Präsidium in der Pressemitteilung erneut das vorrangige Ziel, eine sportliche Qualifikation zur Spielrunde 2021/2022 auszutragen. Dem wird auch der vollumfängliche Abschluss der laufenden Runde 2020/2021 untergeordnet. „Wir wollen verhindern, dass wir noch mal eine Entscheidung am grünen Tisch treffen müssen“, bekräftigte Alexander Klinkner.

 
 
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