Verdienter Erfolg in Sandweier.


Ohne Vanessa Arnold und Claudia Walter fuhr die SG ersatzgeschwächt zum "Angstgegner" nach Sandweier: In den letzten Jahren war man stets als Punktelieferant nach Baden-Baden gefahren und war somit ein gern gesehener Gast. Vor der Partie des Tabellenvierten beim Zehnten galt man zwar als leicht favorisiert, jedoch ging man etwas verhalten und vorsichtig in die Partie. Nach dem anfänglichen Abtasten merkte man auf Seiten der SG schnell, dass der Schlüssel zum Sieg in schnellen Gegenstößen lag.

Einige Ballgewinne durch konzentrierte Abwehrarbeit oder gehaltene Bälle der sehr gut aufgelegten Torfrau Pia Hommer sorgten schnell für klare Verhältnisse: Nach guten 10 Spielminuten lag man bereits 10:4 in Führung. Vielleicht war es das Gefühl den Gegner im Griff zu haben oder die trügerische Gewissheit, 2 Auswärtspunkte schon fast sicher zu haben: Die SG Dornstetten ließ in der Folge merklich nach. Die Abwehr langte nicht mehr so konsequent zu, unnötige Ballverluste im schnellen Gegenstoß und unkonzentrierte Abschlüsse waren die Folge.

Zwar konnte man Sandweier stets mit 4 Toren auf Abstand halten, aber auch der vermeintlich sichere Vorsprung drohte zu schrumpfen. Schließlich ging man nach einer torreichen ersten Halbzeit mit einer 20:16Führung in die Pause. Zeit zum Durchatmen blieb der Mannschaft keine, denn sie musste sich deutlichen Worten und erheblichem Gegenwind stellen. Indiskutabel und unerklärlich war, wie leblos sich die Mannschaft nach dem guten Start präsentiert hatte und statt mit Emotion und Leidenschaft weiter Handball zu spielen, nahezu überheblich und lustlos das Ergebnis verwalten wollte.

Nach der deutlichen Ansprache zur Pause war es selbstverständlich, dass die Mannschaft den lautstarken Monolog zunächst verarbeiten musste - dementsprechend startete man in die zweite Halbzeit. Die Heimmannschaft hatte Lunte gerochen und verbesserte ihrerseits ihr Spiel. Vor allem Julia Ahlbrand (14 Tore) konnte die SG kaum stoppen und zwang das Gespann Hug/Richter zu Umstellungen im Abwehrverbund.

Viel zu einfach erzielte Sandweier zur Mitte der zweiten Halbzeit die Tore über die Halbposition, während die SG sich in langen Angriffen Tor um Tor hart erarbeiten musste. Die Umstellungen zeigten nach einiger Verwirrung aber Wirkung und brachte die Sicherheit zurück. Man erarbeitete sich jetzt wieder Ballgewinne und somit vermeintlich einfache Tore über den Gegenstoss. Der Heimsieben erschwerte man den Abschluss nun wieder deutlich und Pia Hommer zog Sandweier letztlich den sprichwörtlichen Zahn.

Auch ein letztes Aufbäumen und Verkürzen auf 32:30 brachte die SG nicht mehr aus dem Konzept und so stand am Ende ein verdienter, aber hart erarbeiteter 34:30 Auswärtserfolg auf der Anzeigetafel.

  SG Dornstetten

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