Nach einer spannenden Schlussphase mussten sich die Damen der SG Freudenstadt/Baiersbronn im Duell gegen die HSG Meißenheim/Nonnenweier denkbar knapp mit 29:28 (12:11) geschlagen geben.


Auch ein starker 4:0-Lauf fünf Minuten vor Schluss reichte nicht aus, um die ersten Auswärtspunkte der Saison einzufahren. Zum Spiel gegen den letztjährigen Vizemeister waren die Weiß-Schwarzen zunächst in der Außenseiterrolle angereist. Von Minute eins machte die Schwarzwald-SG jedoch deutlich, dass man sich in der Burkhard-Michael-Halle nicht kampflos ergeben würde. So setzte man gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen und ging mit 3:0 in Führung.

Dies hatte die Sättler-Sieben vor allem der hervorragend aufgelegten Tanja Leins im Tor zu verdanken, welche erst in der fünften Minute den ersten Treffer zuließ. Nach und nach kam die Heimmannschaft jedoch immer besser ins Spiel und erarbeitete sich eine knappe 12:11-Halbzeitführung.

Wie so oft schafften es die Schwarzwälderinnen jedoch nicht, den Schwung aus der ersten Hälfte mit in die zweite zu nehmen. So ließ man die HSG-Damen nach dem Seitenwechsel zunächst auf 15:11 davonziehen. Nachdem die Schwarzwald-SG dann nach 48 Minuten bereits mit sechs Treffern zurücklag, sah sich Coach Sättler gezwungen, die zweite Auszeit des Spiels zu nehmen. Diese fruchtete umgehend, denn die Gäste-SG startete eine beeindruckende Aufholjagd. Einen wichtigen Teil leistete hierfür Torhüterin Annika Günter, welche bei ihrem ersten Einsatz in der Damenmannschaft direkt mit zwei Paraden in die Partie startete und es ihrer Mannschaft so ermöglichte, wieder ins Spiel zu kommen. Mit viel Kampfbereitschaft und Wille kämpften sich die Schwarzwälderinnen in der 58. Spielminute zum 28:28-Ausgleich.

Nachdem die Heimmannschaft noch einmal in Führung gehen konnte, spielte die Sättler-Sieben ihren letzten Angriff geduldig aus und erarbeitet sich wenige Sekunden vor Schluss einen 7-Meter-Strafwurf. Dieser wurde aber leider nicht verwandelt, weshalb das Team von Trainergespann Sättler/Klisch trotz einer guten Leistung ohne Punkte nach Hause kehrte. Neben dem Punktverlust schmerzt zudem die Verletzung von Marleen Finkbeiner. Diese zog sich in der hitzigen Schlussphase einen Nasenbeinbruch zu, weshalb ihr Einsatz in den kommenden Spielen fraglich ist.  Alles in allem zeigte sich Coach Sättler jedoch höchst zufrieden mit dem Auftreten seiner SG-Damen. „Das war eines der besten Spiele der Saison. Dass es am Ende nicht gereicht hat ist natürlich schade, aber es hat einfach Spaß gemacht zu sehen, wie die Mädels füreinander bis zur letzten Sekunde gekämpft haben“, lobt Sättler.

Auf diesen positiven Eindrücken wollen die Weiß-Schwarzen nun am kommenden Samstag aufbauen. Um 18 Uhr wartet in der Murgtalhalle mit dem SV Schutterzell der Bezirksligaaufsteiger auf die SG-Damen. Im engen Abstiegskampf der Landesliga wird dies eines der wichtigsten Spiele der Hinrunde sein. (Bild: Verein)

SG Freudenstadt/Baiersbronn: Annika Günther (Tor), Tanja Leins (Tor), Jana Klisch (8), Anna-Lena Krake, Marleen Finkbeiner (4), Julia Kilgus (4), Nele Eisele, Jana Sandelmann (1), Madeleine Weisser, Jule Fahrner, Ines Welle (3/1), Svenja Bertiller (5/2), Ina Klisch (2), Emma Harzer (1).

HSG Meißenheim/Nonnenweier   SG Freudenstadt/Baiersbronn

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