Am Sonntag trat die A-Jugend die Reise zum Auswärtsspiel nach Oberkirch an.


Auch wenn man es kaum glauben kann, war noch nie jemand der Spieler, Betreuer oder Eltern bisher in der Halle in Oberkirch, so dass man sich zunächst einmal auf die nicht ganz einfache Suche nach dem Eingang der Halle auf dem Schulgelände machen musste. Die HSG Renchtal ist eine Spielgemeinschaft ausschließlich im Jugendhandball der beiden Vereine TuS Oppenau und TV Oberkirch, welche 2017 gegründet wurde.

Die Ausgangskonstellation war relativ einfach: Punktloser Tabellenletzter gegen den verlustpunktfreien Tabellenersten. Aber damit war das Problem aus SG-Sicht auch schon benannt. Nachdem die Jungs bereits in den letzten beiden Partien aufgrund einer mangelhaften Einstellung ungewohnt schlecht ins Spiel gekommen waren, warnte Trainer Heinz Blank mehr als eindringlich davor, diese kleine Serie in Oberkirch auszubauen. Beim 4:1 nach wenigen Minuten zuckte die Hand von Heinz berechtigterweise zum ersten Mal zur Grünen Karte, tatsächlich gelegt hat er sie dann aber erst nach 24 Minuten beim Stand 13:14. Ok, die ersten fünf Würfe der Ortenauer waren alle drin, kann passieren, aber die Ballverluste vorne waren kaum zu erklären. Fangfehler, schlechte Würfe, Fehlpässe, da war doch einiges in Unordnung. Aber auch Hinten fehlte die Einstellung und die letzte Konsequenz, so dass die Jungs bis zur Halbzeit erstmalig in dieses Saison 15 Gegentore hinnehmen mussten. Erschwerend hinzu kam die ungewohnte Spielweise der HSG, die sich oftmals einfach in die Gegenspieler hineindrehten. Das sah extrem merkwürdig aus und man war stets geneigt statt Foul ein Stürmerfoul zu pfeifen, aber dafür waren die sehr jungen Schiedsrichter schlicht zu unerfahren. Dass von außen auch noch permanent eine Strafe gefordert wurde, machte die Sache für sie nicht leichter, da wäre sicherlich mehr Rücksicht angebracht gewesen.

In der zweiten Hälfte wurde es dann etwas besser, vor allem das Spiel über den Kreis. Max erzielte in den 26 Minuten, der Rest ging für zwei Strafzeiten drauf, gleich sieben Treffer. Hinten waren es dann nur noch neun Gegentreffer, auch weil Vincent im Tor sich steigern konnte. Aber was im ganzen Spiel kaum erfolgreich stattfand war das Spiel über außen, ordentliche Tempogegenstöße und vor allem die einfachen Tore aus dem Rückraum. Am Ende waren es neun Tore Vorsprung, eigentlich kaum zu glauben, zum Glück für die Jungs hat sich am Ende ihr Talent doch durchgesetzt.

Wenn jetzt noch eine bessere Einstellung sowie mehr Tempo in Angriff und Abwehr dazukommt, dann kann es am Donnerstag um 19.00 Uhr im Nachholspiel gegen die SG Meißenheim/Nonnenweier und am nächsten Samstag im Spiel gegen die HSG Freiburg zu den Saisonsiegen 9 und 10 reichen. Schau‘n wir mal…

HSG Renchtal - SG Köndringen/Teningen 24:33 (15:17)
Es spielten: Vincent Lutz (Tor), Max Kunkler (10), Colin Fischer (3), Nils Boutes (2), Luca Fees (3), Daniel Fahrländer (10/3), Karl-Anton Keune (4), Erik Böhle, Linus Breisacher und Tim Birkle (1).

HSG Renchtal  SG Köndringen/Teningen

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