Am Anfang zu spät aus der Kabine gekommen, am Ende zu früh in die Kabine verabschiedet und dennoch gewonnen.


So lässt sich der Auftritt des TSV March in einem Satz zusammenfassen.Ein Blick aufs Spielfeld offenbarte schon beim Warmmachen, dass auf beiden Seiten wichtige Leistungsträger fehlten. Während beim TSV March dennoch dichtes Gedränge beim Aufwärmen herrschte, hatten die mit 8 Spielern angereisten Gäste deutlich mehr Platz für ihre Spielvorbereitung. Mit Duve, Kaiser und Beaca fehlten den Eisenbahnern dazu noch drei torgefährliche Hauptakteure, während man beim TSV auf die nicht minder wichtigen Michelbach, Friedrich und Martin verzichten musste.

Dass die Gäste dennoch nicht nur gekommen waren, um Geschenke zu verteilen, untermauerten sie mit einer starken Anfangsphase. Ehe der TSV sich versah, stand es 2:5 und Trainer Tobias Ulrichs sah sich gezwungen seine Mannschaft früh mit einer Auszeit in der 7. Minute aufzurütteln. Seine Worte fanden Gehör. Die Deckung arbeitete nun besser und Mathias Ruh im Tor entschärfte ein ums andere Mal die Rückraumwürfe des ESV. In den folgenden 23 Minuten sollte der ESV gar nur noch zweimal einnetzen bis zum Halbzeitpfiff. Dies sorgte für eine komfortable 5-Tore-Führung (12:7) auf dem Weg in die Kabine. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte sich der Gastgeber engagiert und schraubte bis zur 40. Minute das Ergebnis zum vorentscheidenden 18:9 in die Höhe.

Doch statt den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen, kam im Angesicht des vermeintlich sicheren Sieges ein Bruch ins Marcher Spiel. Denn die Eisenbahner zeigten Moral, arbeiteten weiter konsequent in der Deckung und konnten immer häufiger Nutzen aus dem erlahmenden Spiel des TSV ziehen. Im Angriff ließ der TSV fortan die Durchschlagskraft und Kreativität vermissen und in der Abwehr musste Michael Schiffner im Tor mehrmals die Kohlen aus dem Feuer holen. In der 53. Minute gelang es dem ESV zum 20:17 zu verkürzen und hätte man sich auf Marcher Seite für die Schlussminuten nicht wieder ein bisschen besonnen, so hätte es ein böses Erwachen gegeben.

Ein Doppelschlag zum 22:17 bis zur 56. Minute sorgte aber rechtzeitig für klare Verhältnisse. Mit 25:22 setzte sich der TSV March am Ende verdient und ohne große Glanzpunkte gegen ersatzgeschwächte Gäste durch und behauptet so für den Moment den dritten Platz in der Bezirksklasse.(Bild: TSV March)

TSV March  ESV Freiburg

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