Endlich konnte es wieder losgehen in der Sporthalle March.


Die Saison 18/19 stand in den Startlöchern und mit ihr die beiden Teams des TSV March und der Handball Union Freiburg II. Nachdem man knapp vier Monate zuvor in der Relegation zwei heftige Klatschen gegen die HUF II kassierte waren die Rollen vor dem Spiel klar verteilt. Dennoch war der Wille da es den Gästen so schwer wie möglich zu machen und den Kampf über 60 Minuten anzunehmen.

Gut eingestellt von Abteilungsleiter Agron Priesner, der den im Urlaub weilenden Trainer Tobias Ulrichs vertrat, konnte die Mission Klassenerhalt endlich beginnen. Und es war sofort spürbar, dass die Mannschaft mehr wollte als nur ein ordentliches Ergebnis. Die Abwehr, so wie Matze Ruh im Marcher Kasten zogen den Unionern von Beginn an den Zahn. So dauerte es bis zur 9. Minute ehe man das erste Gegentor kassieren musste zum 4:1. Doch auch damit war der Bann nicht wirklich gebrochen für die Gäste aus Freiburg. Das zweite Feldtor gelang erst in der 17. Minute als der starke Linksaußen Rui Maio zum 7:4 verkürzte. Der TSV kämpfte aber nicht nur in der Abwehr leidenschaftlich, sondern fand auch vorne spielerische Lösungen und konnte so auf 10:4 erhöhen, ehe Gästetrainer Volker Schwark sich zu einer Auszeit genötigt sah. Die bessere Antwort auf diese Auszeit hatten aber die Marcher im Gepäck, so dass man bis kurz vor der Halbzeit auf 16:7 davonziehen konnte und die bis dahin höchste Führung des Spiels erzielen konnte. Zwei schnelle Tore in der letzten Minute der ersten Halbzeit brachten die Freiburger wieder ein bisschen mehr in Schlagdistanz 16:9 – Halbzeit.

Die Unioner mussten reagieren und das taten sie. Mit einer offensiveren Abwehrformation wollten sie den TSV March unter Druck setzen. Nach zwei Minuten stand es 16:11 und die Gäste waren anscheinend wieder im Spiel. Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten und bis zur 39. Minute schraubte man das Ergebnis auf 22:13.

Dass das Spiel noch in einem dramatischen Finish entschieden werden sollte – zu diesem Zeitpunkt undenkbar.

Doch die Freiburger hatten noch etwas im Tank und auf Marcher Seite zeigte sich der Verschleiß der bis dahin leidenschaftlich kämpfenden Mannschaft. Angeführt vom Trio Roming, Maio und Bauhus blies die Union zur Aufholjagd und das „Momentum“ war nun bei den Gästen. 10 Minuten vor dem Ende stand es 27:24 und es war wieder ein Spiel auf Messers Schneide. 5 Minuten später schrumpfte die vormals hohe Führung auf 27:26. Die Felle schwammen davon und nicht wenige dachten, dass das Spiel nun komplett kippen würde. Doch die Marcher kämpften aufopferungsvoll gegen den eigenen Kräfteverlust und eine nun gut aufspielende Union. Und auch Matze Ruh im Tor des TSV war immer zur richtigen Zeit mit wichtigen Paraden der Rückhalt, den die Mannschaft dringend benötigte. Kurz vor Ende hielt er den ersten 7m und wahrte damit die knappe 30:29 Führung. Doch auch das war noch nicht der dramatische Höhepunkt des Tages. Es waren noch 30 Sekunden auf der Uhr und der TSV March war in Ballbesitz. Relativ zügig witterte der schnelle Dennis Friedrich seine Chance, doch sein Abschluss landete an der Unterkante der Latte und gab den Gästen noch einmal die Chance auszugleichen. Doch die folgende Überzahlsituation beim Gegenstoß wurde nicht gut ausgespielt und so segelte der letzte Wurf der Partie unter lautem Jubel weit am Marcher Gehäuse vorbei.



Über die gesamte Spieldauer gesehen ein verdienter Sieg für den TSV March, wenn auch die Aufholjagd der Gäste sicherlich einen Punkt verdient gehabt hätte.

Neben Matze Ruh zeigte auch Neuzugang Lukas Frey im Marcher Team eine starke Leistung. Gegen seinen Ex-Verein gelangen ihm im ersten Pflichtspiel für den TSV March 9 Tore mit einer makellosen Bilanz vom Siebenmeterpunkt – ein Einstand nach Maß.

Für den TSV March geht es am kommenden Samstag, den 22.09 um 19.30 Uhr weiter im Auswärtsspiel beim HSV Schopfheim. Gegen eins der stärkeren Teams der Bezirksklasse sind die Rollen wieder klar verteilt. Doch vielleicht setzt der Auftaktsieg Kräfte frei, um auch diesen Favoriten ein wenig ärgern zu können.

TSV March  Handball Union Freiburg

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