Eine außergewöhnliche Aktion ließen sich die Handballer des FVU am vergangenen Sonntag einfallen.






Nachdem der Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Bezirksklasse unter der Woche endlich offiziell bestätigt wurde, wurde kurzerhand ein Autokorso durch Zell und Umgebung als Aufstiegsfeier in die Wege geleitet. Durch den sicheren Mittelfeldplatz der HSG Hanauerland II in der Bezirksklasse, ging das Aufstiegsrecht vom Tabellenführer Hanauerland III (Glückwünsche nach Kehl!) an die Unterharmersbacher über. Bis auf die Blamage in Kehl am zweiten Spieltag und die knappe Niederlage gegen Schramberg im März zeigten die Herren über weite Strecken sehr anspruchsvollen Handball. Mit einer knallharten Abwehr, gutem Torwartspiel und der mittlerweile vorhandenen Erfahrung konnte man ein ums andere Mal den Gegnern zwei Punkte abknöpfen und steht zurecht auf Platz zwei der Tabelle. Jetzt wurde der Aufstieg in die Bezirksklasse auch endlich offiziell bestätigt, vor allem Trainer Jürgen Zapf wird es nach seinen insgesamt über fünf Jahren im Hombe sehr freuen, dass es endlich geklappt hat, auch wenn es vor Saisonbeginn gar nicht unbedingt als Saisonziel galt. Ohne Druck spielt es sich bekanntlich ja am besten!

Nach 14 Jahren in der Kreisklasse A, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, nun endlich der erhoffte Ziel! Eine Hinrunde mit 0 Punkten, ein Nichtabstieg am grünen Tisch, ein dritter Platz nach einer blitzsauberen Vorrunde – die Hombacher Herren haben ihre Fans seit 2005 schon einige Nerven gekostet! Umso schöner, dass einige von Ihnen dem Handball in Unterharmersbach schon so lang die Treue halten! Eine offizielle Aufstiegsfeier, wofür die Handballer neben ihrer unnachahmlichen Spielweise ebenfalls bekannt sind, will der FVU natürlich folgen lassen, sobald die Verordnungen es zulassen. Da dies möglicherweise auch erst am ersten Heimspieltag der neuen Saison erfolgen kann, hat sich die Mannschaft etwas einfallen lassen. Den geplanten Spielbeginn des letzten Heimspiels am 03. Mai um 14:30Uhr ersetzten die Aufsteiger mit dem Start zum Aufstiegs-Autokorso, der Corona-gerecht mit maximal zwei Personen pro Fahrzeug startete. Insgesamt 15 Fahrzeuge aller Art beteiligten sich daran. Die Route führte von der Schwarzwaldhalle übers Wiesenfeld in den Entersbach, danach ins Eckfeld und die Hauptstraße hoch bis Kirnbach/Hippersbach. Mit blau-weiß geschmückten Fahrzeugen, zahlreichen Fahnen, Hupen und passender Musik versüßten die Handballer allen Zellern, Entersbachern und Hombachern den Sonntag. An strategisch wichtigen Punkten (Hombacher Lok, Kreisverkehr, Rathaus, Klosterbräu) platzierten sich einige Fans mit ausreichendem Abstand, viele winkten spontan vom Gehweg oder ihren Balkonen zu. Außerdem wurde die Route bewusst so gewählt, bei möglichst vielen Sponsoren, Fans und Vorstandmitgliedern vorbeizufahren. Nach fast eineinhalb Stunden machten sich die Teilnehmer wieder separat auf den jeweiligen Heimweg. Eine tolle Alternative, die dem einen oder anderen Spaziergänger vielleicht erst den Handball im Hombe schmackhaft gemacht haben könnte. Immer wieder waren auf den Straßen Sätze zu vernehmen wie „Wow, die Handballer sind echt die coolsten“ und „Wenn ich mal groß bin, möchte ich auch mal Handballer werden“. Brandaktuelle News zu den Handballern sichert man sich am besten über ihre Facebook-Seite: Abonnieren und auf dem Laufenden bleiben!

Trotz vieler Planungsunsicherheiten laufen die Saisonplanungen auch auf Bezirksebene wie üblich in digitaler Form weiter. Die FVU-Handballabteilung plant bei den Senioren wieder mit drei Mannschaften (Herren 1 und Damen in der Bezirksklasse, Herren 2 in der Kreisklasse C). Bei der Jugend sind aktuell zwei Jugenden sowie eine gemeinsame Spielrunde mit der A-Jugend des ETSV Offenburg geplant. Die meisten A-Jugendlichen sind allerdings auch schon alt genug bei den Herren II mit zu trainieren und die erste Spielerfahrung im Erwachsenenbereich zu sammeln. Ein Konzept zur Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebes des DHB liegt seit letzter Woche vor. Bis zur Öffnung der Spielstätten in Baden-Württemberg dürfte es jedoch noch einige Wochen dauern. Bis dahin bleibt allen Aktiven im „Vollkontaktsport“ Handball leidglich das individuelle Lauf- und Krafttraining und der regelmäßige Austausch über Videokonferenzen. (Fotos und Bericht: Marcel Slota)

FV Unterharmersbach

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