Bensheim/Auerbach verlässt Abstiegsplätze.


Die Auslosung für das diesjährige OLYMP Final4 rückt näher. In der Handball Bundesliga Frauen hielt das Wochenende vier Spiele bereit, im EHF-Pokal waren es zwei. Auf dem internationalen Parkett gab es Niederlagen für die SG BBM Bietigheim und die TuS Metzingen, in der Liga konnten die HSG Bensheim/Auerbach Flames die Abstiegsplätze verlassen.

Die Auslosung für das OLYMP Final4 2019 findet am Mittwoch, 23. Januar 2019, im Anschluss an das Bundesliga-Spiel SG BBM Bietigheim gegen Thüringer HC (Anwurf 19.30 Uhr) statt. Dann entscheidet sich, welche Mannschaften im Halbfinale am 25. Mai in der Stuttgarter Porsche-Arena aufeinandertreffen. Die Rolle der Losfee übernimmt der ehemalige Fußballtorwart Timo Hildebrand. Er wurde 2007 Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart und war außerdem als Nationalspieler aktiv. Die Auslosung kann über den Livestream des Spiels auf sportdeutschland.tv mitverfolgt werden.

Die SG BBM Bietigheim musste sich beim dänischen Erstligisten Team Esbjerg mit 27:28 (11:15) knapp geschlagen geben. "Das war sicherlich zum Schluss hin eine ganz enge Kiste. Zudem hatten wir heute manchmal Pech im Abschluss, wobei Esbjerg-Torhüterin Sandra Toft fantastisch gehalten hat. Aufgrund der Leistung in der zweiten Hälfte wäre ein Punkt für uns möglich gewesen", bilanzierte Bietigheims Trainer Martin Albertsen und betonte: "Wir werden das Spiel schnell analysieren und freuen uns auf das Topspiel gegen den Thüringer HC am Mittwoch." Unter der Woche hatten die Enztälerinnen mit einem deutlichen 36:19 (17:7) über Schlusslicht SV Union Halle-Neustadt die weiße Weste gewahrt.

Bietigheims nächster Gegner, der Thüringer HC, war unter der Woche hart gefordert und erkämpfte sich letztlich ein knappes 28:26 (12:14) gegen die TuS Metzingen. Die Ermstalerinnen waren am Wochenende ebenfalls in Dänemark aktiv, unterlagen bei Herning-Ikast Handbold um die ehemalige deutsche Nationaltorhüterin Sabine Englert mit 28:31 (15:14). "Es muss einfach unser Anspruch sein, solche Spiele zu gewinnen", ärgerte sich Metzingens Trainer Andre Fuhr und betonte: "In der Summe haben wir zu viele technische Fehler gemacht. Auch in der Abwehr waren wir zu oft nicht konzentriert genug, was zu leichten Toren für die Gastgeberinnen führte."

Borussia Dortmund wird sein Heimspiel vom zwölften Spieltag gegen den VfL Oldenburg erst am Mittwoch nachholen. Frisch Auf Göppingen und Bayer Leverkusen konnten so zumindest vorübergehend an den Westfälinnen vorbeiziehen. Frisch Auf Göppingen siegte bei der Neckarsulmer Sport-Union mit 33:26 (14:14) und hat nun 14:10 Zähler wie Bayer Leverkusen, die sich bei der HSG Blomberg-Lippe in letzter Sekunde noch ein 19:19 (10:11) erkämpften. "Wenn man nahezu das ganze Spiel über führt, muss man am Ende wohl eher von einem Punktverlust sprechen. Wenn man aber in der Schlusssekunde das Ausgleichstor erzielt, ist es vielleicht doch eher ein Punktgewinn. Auf jeden Fall hat sich meine Mannschaft diesen Punkt durch eine starke kämpferische Leistung absolut verdient", meinte Bayers Coach Robert Nijdam in der Nachbetrachtung. "Das Ergebnis ist gerecht, obwohl es am Schluss etwas ärgerlich für uns war, so ein blödes Tor zu kassieren", meinte Blombergs Nationalspielerin Franziska Müller, die die Partie verletzt von außen verfolgen musste.

"Ich bin extrem enttäuscht von der Leistung, die wir heute abgeliefert haben. Wir haben über 60 Minuten nicht in den Kampf gefunden und ich glaube, es haben nicht alle verstanden worum es heute ging. Schon in der ersten Hälfte hat uns Nici Roth mit einigen Paraden im Spiel gehalten. Das gesamte Spiel gesehen hat uns heute das Feuer für den Derbysieg gefehlt, weshalb Göppingen der absolut verdiente Sieger ist", musste hingegen Neckarsulms Trainer Pascal Morgant feststellen.

Bis auf zwei Punkte an Dortmund (13:7) herangerückt ist der Buxtehuder SV, der die HSG Bad Wildungen Vipers mit einem klaren 35:19 (22:6) abfertigte. "Eine 10:0-Führung habe ich, so glaube ich, als BSV-Trainer auch noch nicht erlebt", sagte Buxtehudes Coach Dirk Leun, dessen Team nun wieder vor Blomberg-Lippe (11:13) rangiert: "Ausschlaggebend war eine sehr starke Defensive um eine hervorragende Torhüterin Lea Rüther. Zudem hatte Bad Wildungen hier auch nicht seinen besten Tag erwischt." Bad Wildungen bleibt bei acht Pluspunkten (8:16), ist aber zumindest bis zum Mittwoch aufgrund der höheren Anzahl an Minuspunkten vor dem VfL Oldenburg (8:14).

Spannung herrscht im Abstiegskampf, wo die HSG Bensheim/Auerbach Flames mit dem 32:26 (14:13) im direkten Duell zum TV Nellingen aufschloss und aufgrund der besseren Tordifferenz die Abstiegsplätze verließ. Auch Neckarsulm hat derzeit nur sechs Pluspunkte, muss zudem am Samstag sein Heimspiel gegen Buxtehude nachholen. "Ich glaube, es kann sich jeder vorstellen, was für große und schwere Steine an uns heute herunter gefallen sind und wie schwer die letzten Wochen waren", so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem Spiel und Nellingens Geschäftsführer Bernd Aichele polterte: "Was ich soeben miterleben musste kann ich gar nicht beschreiben. Den Auftritt unserer Mannschaft muss ich mir nochmals durch den Kopf gehen lassen und eines ist klar, da gibt es Gesprächsbedarf."

1. Bundesliga
2. Bundesliga

Handball Bundesliga Frauen

Zum Seitenanfang