Frank Schmitt ist kein Hellseher und möchte auch keiner sein.


"Aber wenn man sich die vergangenen Duelle anschaut, dann ist wohl auch diesmal ein enges Spiel zu erwarten", sagt der Trainer der SG Leutershausen. Das Hirschberg-Derby zwischen dem TVG Großsachsen und den Roten Teufeln steht wieder einmal an; und es elektrisiert die Region. Die Karten, die im Vorverkauf zur Verfügung standen, sind bis auf wenige Stehplatz-Tickets vergriffen. Schmitt weiß, dass man im vergangenen Jahr in der Sachsenhalle knapp gewann und das Heimspiel in Leutershausen unentschieden endete: "Natürlich ist das in der Mannschaft ein Thema, das Derby ist ein ganz besonderes Spiel."

Auch Mark Wetzel lag etwas auf dem Herzen. „Großsachsen redet sich gerne etwas kleiner als Sie wirklich sind“, sagt der Sportliche Leiter der SGL. Er betonte, dass die Roten Teufel natürlich etwas in der Favoritenrolle aufgrund des breiter aufgestellten Kaders seien, aber auch die „Saasemer“ viele Spieler mit großer Qualität haben: „Jan Triebskorn zählt für mich zu den besten Linkshändern der Liga, Philipp Ulrich ist - wenn er fit ist - ein Kandidat für die Zweite Liga, Michell Hildebrandt auf Außen hat oberes Drittliga-Niveau, Philipp Schulz kann an einem guten Tag Spiele entscheiden und auch einen Simon Reisig würde wohl jede Mannschaft lieber in den eigenen Reihen, als gegen sich spielen haben." Zudem habe man den Kader gut ergänzen können.

Schmitt, der unter der Woche noch einige Krankheitsfälle zu beklagen hatte und deshalb nicht auf alle Spieler zurückgreifen konnte, sieht das ähnlich: "Ich finde, Großsachsen hat wirklich einen guten Kader und ist somit für jede Mannschaft ein gefährlicher Gegner. Dass wir mit der Favoritenrolle klar kommen müssen, ist verständlich, auch wenn ich denke, dass es in so einem Spiel immer schwierig ist, solche Rollen zu verteilen." Was der Übungsleiter meinte ist, dass die Nachbarschaftsduelle immer anders verlaufen würden, als man es im Vorfeld geplant hatte.

Dass auf seine Mannschaft in der Sachsenhalle eine hitzige Atmosphäre warten wird, weiß Schmitt aus eigener Erfahrung. Schon jetzt ist das Prestige-Duell zwischen Gelb und Rot nahezu ausverkauft. Schmitt: “Wir wollen die positiven Emotionen mit aufnehmen und uns von der Atmosphäre nicht verrückt machen lassen. Es ist schon nicht einfach in einer randvollen Halle, in der man die Rivalität in jedem Gesicht ablesen kann, ruhig zu bleiben. Das wird eine anspruchsvolle Aufgabe."

Ob sich Rückraumspieler Lucas Gerdon, der einen starken Rundenauftakt spielte und sich dann im Training verletzte, dieser Aufgabe stellen kann, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch fraglich. Bis auf den langzeitverletzten Philipp Jaeger geht die SGL aber wohl mit voller Kapelle in das Nachbarschaftsduell.

Stimmen vor dem Hirschberg-Derby

Ernst Mantek:
"Die Stimmung in der Mannschaft ist nach wie vor echt gut und der Spaß kommt bei uns auf jeden Fall nicht zu kurz. Seit gestern ist die Vorfreude auf das Derby richtig zu spüren. Ich bin natürlich froh, dass ich endlich wieder mitmachen kann. Man merkt zwar noch das ein oder andere Defizit, aber ich denke, dass ich noch etwas Zeit habe, diese aufzuholen. Das Spiel ist schwer einzuschätzen. Seit dem ich in Leutershausen spiele, waren alle Duelle knapp und nicht von der Tabellensituation abhängig. Ich denke die Mannschaft, die ihren Plan besser umsetzt und besser in der Abwehr steht, wird am Ende gewinnen."

Simon Schwarz: "Wir sind gut in die Woche gestartet. Jeder, der dieses Spiel schon einmal miterlebt hat, der weiß auch ganz genau, dass das nicht irgendein Spiel ist. Dementsprechend merkt man auch, dass die Stimmung im positiven Sinne anders ist als sonst. Wir haben alle Lust, das nötige Feuer ist da - wir sind alle heiß aufs Derby."

Max Rolka: "Zu meiner Gesundheit: Also fit bin ich auf jeden Fall, ich fühle mich von Tag zu Tag besser und werde am Wochenende wieder Vollgas geben können. Wir freuen uns alle auf das Spiel, weil das Derby wirklich etwas Besonderes ist. Egal, wie die Ergebnisse davor waren, das Duell ist immer hart umkämpft. Wir konnten uns aber in den vergangenen Wochen von Spiel zu Spiel steigern und gehen mit Selbstvertrauen in das Spiel."

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