HG O/S unterliegt auch Hanau knapp.


Auch in dritten Spiel nach der Winterpause bietet die HG Oftersheim/Schwetzingen – ähnlich wie Lokalrivale TVG Großsachsen, der einen Zähler hinter ihr in der Drittliga-Tabelle angesiedelt ist – ihrem Kontrahenten großen handballerischen Kampf vor 500 Zuschauern, bleibt am Ende aber ohne Zählbares zurück. Sie unterlag der HSG Hanau mit 23:26 (14:13).

„Es ist ein erneuter Rückschlag für unsere junge Mannschaft. Das ging Spitz auf Knopf, hätte in beide Richtungen ausgehen können. Es war kein Spiel zum Durchschnaufen, das liegt an der Macht der Tabelle“, wollte HG-Trainer Holger Löhr seine Enttäuschung nicht verbergen. „Wir kommen nie vom Gegner weg, da fehlt dann die Cleverness und wir belohnen und nicht.“ Sätze, die Löhr so oder ähnlich schon öfter zu Protokoll geben musste, öfter als ihm lieb ist. Er ist nach wie fest davon überzeugt, dass sein Team die Klasse halten werde, aber dazu müsse es intensiv weiter arbeiten. „Denn woher sollen die Jungs es lernen, von wem sollen sie es lernen, wenn die Erfahrenen auf dem Feld fehlen, wenn nicht von uns Trainern“, stellt er in den Raum und betont erneut, dass es kein Nachverpflichtungen geben würde.

Dass Löhrs These vom möglichen Ausgang in beide Richtungen keine leere Hülse ist, unterstreicht nicht nur der Spielverlauf, der zeitweilig die Hausherren in Führung sah, sondern beim 22:23 (58.) war diese Partie noch nicht entschieden. Und auch Gäste-Coach Patrick Beer meinte, adressiert an das HG-Team: „Ihr habt super gekämpft bei so vielen Verletzten. Ausschlagegebend war vielleicht unser Torhüter, und dass wir bis zum Ende ruhig geblieben sind.“

Zunächst war der Start für Oftersheim/Schwetzingen ein wenig daneben geraten (2:5/7.) und Löhr zog eine seiner inzwischen schon fast obligatorischen frühen Grünen Karten. Unruhe war aber weder bei ihm oder in der Mannschaft zu bemerken. Konzentriert wurde der Rückstand aufgeholt und in eine Führung verwandelt (9:8). Größere Vorsprünge gab es aber ab diesem Moment dann nicht mehr. Die drei Tore Differenz im Endstand resultierten aus der am Ende gänzlich offen gestalteten Deckung.

„Beide Seiten haben mit viel Einsatz stark gekämpft“, stellte Beer in dieser Hinsicht gute Zeugnisse aus. Sah aber auch seinen Matchplan als Erfolgsmodell an. „Wir wollten verhindern, dass Tom Jansen richtig in Bewegung kommt, das hat hervorragend geklappt.“ Löhr wollte indes Jansens Entsprechung auf der halblinken Seite, Daniel Hideg, in Schutz nehmen, zumal er nie mit dem eigenen Team trainiere. „Er will es natürlich gut machen, kommt aber nicht gerade immer mit riesen Selbstvertrauen zu uns und dann fehlt manchmal die Bindung, aber Hut ab, wie er sich einbringt.“

HG: Herb, Gabel; Barthelmeß (2), Messerschmidt (1), Jansen (5), Zipf, L. Sauer, Krämer (2), Jungmann (6), Suschlik (3), Hideg (3), Kubitschek (1).

HG Oftersheim/Schwetzingen  HSG Hanau
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