„Auswärtspunkt, Auswärtspunkt“ brüllten die Spieler der HSG Konstanz mit letzter Kraft nach dem hart erkämpften, hochverdienten 26:26 (15:14)-Remis beim TV Emsdetten.

14 Teams sind angetreten, um sich um die zwei Tickets für die zweite Handball-Bundesliga zu bewerben. Vier sind übrig geblieben, der HC Oppenweiler/Backnang ist darunter.

Nach über 13 Jahren ist es dem HBW Balingen-Weilstetten am Mittwochabend zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte gelungen, die Rhein-Neckar-Löwen zu besiegen. Mit 32:30 (12:15) haben die Gallier zwei ungemein wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt und ihren Vorsprung auf Die Eulen Ludwigshafen wieder auf drei Punkte ausgebaut.

Am 2. Juni darf Zweitligist HSG Konstanz die angeordnete Quarantäne verlassen. Noch am selben Tag muss sie die 650 Kilometer weite Busfahrt nach Emsdetten antreten.

Zweitligist HSG Konstanz ist es noch einmal gelungen, einen starken Neuzugang für die neue Saison zu verpflichten.

Nach dem 32:27-Erfolg im Hinspiel beim HC Empor Rostock verlor der VfL Pfullingen Das Rückspiel mit 26:32 (11:18). Damit fehlte nur ein Tor, um im Aufstiegsrennen zur 2. Handball-Bundesliga zu bleiben.

 

Nach einem nahezu perfekten Wochenende mit einem gut organisierten Auswärtsspiel beim HC Empor Rostock, bei dem mit dem 32:27-Auswärtssieg eine solide Basis für das Rückspiel gelegt wurde, wollte der VfL Pfullingen um Kapitän Lukas List am Samstagabend mit einer erneut starken Leistung den Einzug in die Finalrunde feiern. Die Gäste aus der Ostessemetropole wollten dagegen die Schmach aus dem Hinspiel tilgen. Es sollte sich dramatisches Spiel entwickeln, in dem letztendlich ein Treffer zur Verlängerung fehlen sollte.

Die Partie begann ausgeglichen, der VfL störte in der Abwehr früh, war im Angriff schnell erfolgreich. Ab der sechsten Spielminute kam jedoch etwas Sand ins Pfullinger Angriffsgetriebe, man versuchte die erste Welle zu erzwingen, schloss zu schnell ab. Im Gegenzug agierten die Gäste variabler als im Hinspiel, bauten sogleich ihre Führung über 2:3 (6.) auf 4:8 (14.) aus. Bis zur Halbzeit konnten die Hansestädter auf 11:17 vorlegen.

Wer den VfL kennt, weiß, dass meist die zweite Halbzeit stärker ist als die erste manchmal schon war. Ebenso wird man von den Echazkrokodilen gerne auf eine dramatische achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen. So sollte es auch dieses Mal sein, zwar gaben die Gäste zunächst weiter den Ton an, führten in der 47. Mit neun Treffern (18:27) – der scheinbar komfortable Vorsprung des VfL war zu diesem Zeitpunkt dahingeschmolzen. Der VfL kam jedoch stark zurück, legte im immer dramatischer werdenden Spiel einen 5:0 Lauf hin. So wäre der VfL in der 53. Minute wieder weiter gewesen, sollte dieser Rückstand gehalten werden. Doch nun setzten wieder die Rostocker dagegen – 24:30 (55.). In dieser Phase war, so der frühere Pfullinger Axel Goller, der das Spiel gemeinsam mit #Männerzwei-Trainer Dietrich Bauer kommentierte, „Ballbesitz Gold wert“. Beim 25:30 aus Pfullinger Sicht hielt Daniel Schlipphak einen Strafwurf des Rostockers Nick Witte. Im Gegenzug verlor der VfL den Ball jedoch wieder und kassierte das 25:31. (57.).

Es entwickelten sich hochdramatische letzte Minuten. Der VfL verkürzte auf 26:31, kassierte im Gegenzug das 26:32 (59.). den folgenden Angriff konnte der VfL nicht erfolgreich abschließen. Ebenso scheiterten die Gäste. Sodass der VfL die letzten Sekunden den letzten Angriff der regulären Spielzeit führen konnte, mit einem Treffer die Verlängerung erzwingen würde. Dieser Angriff fand sein Ziel jedoch nicht. So schied der VfL nach großem Kampf unglücklich aus, empfahl sich aber für die kommende Runde als Anwärter auf eine gute Platzierung.

„Ich denke, es lag an uns selber, wir hatten die Chance. Wir haben in der ersten Halbzeit viel liegen gelassen, haben uns dann nochmal zurückgekämpft. Im Sieben-gegen-Sechs haben wir unsere Akzente gesetzt, das ist ein Fortschritt. Wir machen dann aber im Endeffekt einen Fehler zu viel und dann reicht es eben nicht. Ärgerlich, ich hätte lieber mit acht Toren verloren, als mit einem“, sagte der sichtlich enttäuschte Toptorschütze Lukas Fischer gegenüber dem regionalen Fernsehsender RTF.1.

„Es ist natürlich unglaublich schade, dass wir auswärts so ein tolles Spiel machen, mit fünf gewinnen und jetzt unglücklich mit sechs verlieren“, so Marc Breckel im RTF.1-Interview. „Aber heute hat halt auch das Quäntchen Glück gefehlt.“

„Ich finde, wir haben heute auch ein geiles Spiel gemacht, indem wir taktisch alles probiert haben, was möglich war. Diesmal fehlten uns die Big Points, die wir in der Vorwoche noch erzielten“, so VfL-Trainer Daniel Brack. Und Kapitän Lukas List richtete den Blick schon auf das große Ganze: „Das ist schade, aber wenn man diese Aufstiegsrunde Revue passieren lässt, dann war das eine überragende Leistung von uns.“ 

VfL Pfullingen – HC Empor Rostock 26:32 (11:18) – Hinspiel 32:27 (14:14)
Pfullingen: 
Simon Tölke, Daniel Schlipphak – Marius Klingler, Alexander Schmid 3, Marc Breckel 2, Frieder Nothdurft, Niklas Roth 1, Paul Prinz 3, Philipp Mager, Christian Jabot 3, Mathis Roth 1, Florian Möck 3, Lukas Fischer 7/4, Lukas List 3, Manuel Bauer

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