Der Friesenheimer Frederik Simak spielt seit Dezember beim TBV Lemgo. ©Verein
Der gebürtige Friesenheimer spielt morgen mit dem TBV Lemgo beim Final Four in Hamburg das Halbfinale gegen den Topfavoriten THW Kiel. 2000 Zuschauer sind erlaubt.

Für Frederik Simak geht es in diesen Tagen Schlag auf Schlag. Durchschnittlich im Drei-Tages-Rhythmus ist der gebürtige Friesenheimer derzeit mit den Handballern des TBV Lemgo im Einsatz. Am Donnerstag wartet nun das Saisonhighlight. Die Mannen aus Ostwestfalen, in der Liga im sicheren Mittelfeld beheimatet, haben sich für das Final Four in Hamburg qualifiziert. Um 17 Uhr trifft der TBV Lemgo auf Topfavorit THW Kiel, das zweite Halbfinale bestreiten um 19.30 Uhr MT Melsungen und TSV Hannover-Burgdorf. Das Finale ist dann am Freitag um 17.30 Uhr.

Den schwersten Gegner erwischt

Mit dem THW Kiel haben die Schützlinge von Trainer Florian Kehrmann dabei den auf dem Papier schwersten Gegner erwischt. Das kann aber auch ein Vorteil sein. „Wir haben keinen Druck. Die Favoritenrolle liegt nicht bei uns“, betont Frederik Simak. Erst vor zehn Tagen sind beide Teams in der Liga aufeinandergetroffen. 30:25 war der Tabellenführer aus dem hohen Norden siegreich. Jetzt will es der TBV Lemgo besser machen. „Am liebsten wollen wir diesmal natürlich gewinnen“, lacht Simak und baut auf die Gesetze des Pokals: „Es wird ein anderes Spiel werden, und wir wollen die Fehler von damals reduzieren.“


Für Simak, der 2016 von der SG Ottenheim/Altenheim zu den Füchsen Berlin gewechselt war, wird das Final Four in Hamburg ein kleines Déjà-vu. Vor zwei Jahren hatte er es mit den Füchsen schon mal erreicht und war damals im Halbfinale gescheitert – am THW Kiel. Überhaupt scheinen Spiele gegen die Norddeutschen im Moment ein bisschen das Zeug zu emotionalen Momenten zu haben. Simak, der Ende Dezember aus der Hauptstadt nach Lemgo gewechselt und dann aber schnell mit einer Bänderverletzung im Daumen für elf Wochen außer Gefecht war, hatte nach seinem Comeback Anfang Mai im Ligaspiel gegen Kiel seinen ersten Einsatz in der Startformation von Lemgo. Nach dem Spiel zuvor bei TuSEM Essen und einer klasse Leistung war er sogar als „Spieler des Tages“ ausgezeichnet worden. Es waren sozusagen die letzten Belege, dass der Ortenauer an neuer Wirkungsstätte angekommen ist und ein Versprechen, dass noch mehr zu erwarten ist.

"Ich fühle mich wohl hier"

„Ich fühle mich wohl hier. Auch sportlich läuft es ganz gut“, zeigt sich Frederik Simak am Telefon zufrieden. Auch die neue Position auf dem Spielfeld bereitet keine Probleme. In Lemgo darf der 23-Jährige auf der Mitte ran, wobei diese zentrale Rolle natürlich nicht festgeschrieben ist. „Man macht ja Auslösehandlungen und Spielzüge, da taucht man auch auf halblinks auf“, sagt der ehemalige Jugend- und Juniorennationalspieler, der sich mit Jonathan Carlsbogård in dieser Rolle abwechselt.
Dass Simak und Kollegen dem Final Four mit Begeisterung entgegenfiebern, hat noch einen anderen Grund: Erstmals seit Monaten darf man wieder vor Zuschauern spielen. Da das Final Four als Modellprojekt ausgetragen wird, sind 2000 Fans zugelassen.

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