Armin Emrich in seinem Element – beim Coachen an der Linie. ©handball-server

Im Handball gibt es kaum etwas, das er nicht gemacht hat: Armin Emrich, der Ortenauer „Mister Handball“, feiert am Mittwoch seinen 70. Geburtstag. Warum er dabei den Ball flach hält.

Im Handball gibt es kaum etwas, das er nicht gemacht hat. Ausnahme: Europacup der Landesmeister. Als der TuS Hofweier 1979 gegen Ungarns Meister Tatabanya antrat, hatte Armin Emrich einen Bandscheibenvorfall. Der plagt ihn heute nicht mehr – im Gegenteil: Emrich feiert am Mittwoch mit einer für einen ehemaligen Leistungssportler erstaunlichen Gesundheit seinen 70. Geburtstag.

Im großen Haus in Allmannsweier ist wie früher Platz für alle, auch wenn die Feier, wie der vierfache Familienvater sagt, „im engsten Familienkreis“ stattfindet. „Geplant ist nichts“, meint er, „wir halten den Ball flach.“
Wenn alle gratulieren würden, mit denen „Emma“ in seiner unendlich langen Karriere als Handballspieler und -trainer zu tun hatte, würde das die Schlange jedes Impfzentrums schlagen und bis weit übers Ortsschild hinausreichen.

27 Länderspiele absolviert

Der Winzersohn aus Bad Kreuznach hat 27 Länderspiele absolviert, war WM-Teilnehmer 1974 in der DDR, trug das Trikot der Bundesligisten TSG Oßweil, FA Göppingen und TuS Hofweier, mit dem er 1979 deutscher Vizemeister wurde.

Als Trainer war er von 1982 bis 1991 beim TuS Schutterwald für zwei Bundesliga-Aufstiege zuständig. Er coachte die SG Wallau-Massenheim, die deutsche Männer- und Frauen-Nationalmannschaft sowie die Männerauswahl der Schweiz. Diese Aufzählung erhebt eines nicht: Anspruch auf Vollständigkeit

 

Drei Olympia-Teilnahmen

Emrich hat drei Olympia-Teilnahmen auf dem Buckel. 1972 in München als Statistiker, 1996 in Atlanta mit den Schweizer Männern, als er im Olympischen Dorf den Tennis-Weltstar Martina Hingis fragte: „Welche Sportart machst du denn ...?“ Und 2008 in Peking mit den deutschen Frauen.

Heute noch ist Emrich an der Uni Freiburg innerhalb der Studentenausbildung tätig und leitet, sobald es Corona wieder zulässt, Trainerfortbildungsmaßnahmen in der Ortenau. Hobby Nummer eins ist das Radfahren.

Großer Wunsch gilt dem Nachwuchs

Sein großer Wunsch gilt den Kindern und Jugendlichen: „Es ist ganz wichtig, dass sie jetzt wieder Bewegungszeit im Schulsport bekommen. Und dass überhaupt nach der langen Pandemie-Pause der Breitensport wieder einsetzt.“ Hineingefeiert in seinen 70. Geburtstag hat Emrich am Dienstagabend nach dem Klassiker bei der Fußball-EM zwischen Deutschland und Frankreich. „Da sind wir natürlich am Fernseher dabei“, sagt er.

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