Der Deutsche Handballbund (DHB) hatte in Person von Sportdirektor Axel Kromer und Bundeslehrwart Michael Neuhaus gerufen und die Trainerelite war zahlreich nach Konstanz gekommen.


Von den deutschen Nationaltrainern über diverse Bundesliga-Coaches bis hin zu internationalen Größen war alles beim Mastercoach-Lehrgang für international tätige Trainer vertreten. Nach fünf Tagen am Bodensee war die Begeisterung groß bei den Teilnehmern, dem DHB und der an der Organisation und Durchführung beteiligten HSG Konstanz. „Es herrschte höchste Zufriedenheit bei allen“, freute sich Bundeslehrwart Michael Neuhaus.

„Es ist eine riesige Expertise zusammengekommen“, erklärte er, „die hier eine Weiterbildung auf höchstem Niveau bekommen haben. Die Stimmung war toll, die Bedingungen, die für uns realisiert wurden, hervorragend. Das wurde von allen Seiten sehr wertgeschätzt.“ Insbesondere vom wunderschönen Bodensee-Panorama schwärmten die Teilnehmer. Neuhaus: „Mit dem einladenden See, den kulturellen und Veranstaltungsmöglichkeiten ist unser Mix voll aufgegangen.“ Der zweite von drei Teilen der höchsten Trainerausbildung begann mit der „Verarbeitung des deutschen WM-Scheiterns in Russland“, lachte Neuhaus. Anschließend lagen die Schwerpunkte auf den neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich Athletiktraining, der Hirnforschung mit besonderem Bezug zur Handlungsschnelligkeit und Flexibilität und im taktischen Bereich auf der „spanischen Angriffsschule“. Immer wieder standen praktische Übungen auf dem Programm, an dem nicht nur Spieler der HSG zur Verfügung standen, sondern die Teilnehmer auch selbst aktiv wurden.

Dass die Fitness bei den Trainern durchaus beachtlich ist, stellte manch ein Teilnehmer mit der schwimmend gegen die Strömung im Seerhein überwundene Distanz zwischen Schänzle-Sporthalle und Hotel – immerhin knapp 1,5 Kilometer – unter Beweis. Abschluss des Lehrgangs bildeten der Besuch und die Auswertung des Junioren-Länderturnieres in Kloten, bevor im Januar in Köln während der Herren-Weltmeisterschaft die Auswertung der aktuellen WM-Spiele im Vordergrund steht. Als Referenten stehen den 40 bis 50 erwarteten Experten dann weitere Hochkaräter wie Ex-Nationaltrainer Dagur Sigurdsson und Nationaltrainer Christian Prokop zur Verfügung, der während der laufenden WM ebenso Einblicke gewähren wird wie der spanische Nationaltrainer Jordi Ribera.

„Das Zusammenwirken des Lehrgangs mit dem optimalen Drumherum war toll“, lobte Michael Neuhaus die Organisatoren der HSG Konstanz. „Die HSG hat uns mit optimalen Bedingungen versorgt.“ Auch der persönliche Empfang durch Landrat Frank Hämmerle wurde als große Wertschätzung wahrgenommen. Im Gegenzug konnten Trainer der HSG von der absoluten Elite lernen und interessante Veranstaltungen besuchen. „Wenn sich so für alle eine Win-win-Situation ergibt, ist das das höchste was man erreichen kann“, hob der Bundeslehrwart hervor. Dem DHB hat es so gut gefallen, dass die nächste Maßnahme in Konstanz schon geplant ist: Vom 3. bis 5. Mai 2019 wird die Tagung aller Landeslehrwarte erneut in Konstanz stattfinden. Zudem erwägen einige Trainer mit ihren Teams ein Trainingslager in der größten Stadt am Bodensee. Otto Eblen zeigte sich genauso zufrieden und freut sich bereits auf den nächsten hochkarätigen Besuch. „Wir durften an hochinteressanten Vorträgen und Workshops teilnehmen. Gerade im Bereich Hirnforschung werden wir auch in Zukunft mit dem DHB zusammenarbeiten“, zog der HSG-Präsident ein zufriedenes Fazit. „Wir freuen uns, wie uns gesagt wurde, dass Konstanz im Handball einen guten Namen hat und dass das Niveau unserer Jugendmannschaften gelobt wurde.“

HSG Konstanz

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