Linkshänder Luis Foege (am Ball) vom TVB Stuttgart und Gegenspieler Christos Eriphopoulos (Plochingen/Göppingen) kennt man auch von Punktspielen in der Ortenau. ©Ulrich Marx

U21-Nationaltrainer Martin Heuberger hat seit Montag 18 Nachwuchsakteure zu einem Lehrgang im Renchtal versammelt. Der Saisonhöhepunkt mit der Europameisterschaft ist ausgefallen, jetzt hofft man auf die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr.

Training statt Turnier, Schwarzwald- statt Atlantikluft, Renchtal statt Bordeaux. In einer Zeit, da ein Teil-Lockdown viele Bereiche lahm legt, hat Martin Heuberger (Schutterwald) seit Montag die U21-Nationalmannschaft des Deutschen Handball-Bundes (DHB) zu einem Lehrgang im „Sonnenhof“ in Lautenbach versammelt. 

Turnier abgesagt

„Eigentlich wollten wir am Mittwoch von Straßburg aus zu einem Vierländerturnier nach Bordeaux fliegen. Als es wegen der Pandemie abgesagt wurde, haben wir den Lehrgang hier bis Donnerstag verlängert“, erklärte der U21-Nationaltrainer zwischen zwei Trainingseinheiten in der Crossfit-Box in Schutterwald und der Günter-Bimmerle-Halle in Oppenau. So konnten Heuberger und sein Co-Trainer Klaus-Dieter Petersen in diesen Tagen 18 Spieler um sich sammeln – leider ist diesmal kein Talent aus der südbadischen Region dabei.

Auf der Kippe

Lange stand die Maßnahme auf der Kippe – wie vieles in diesen Tagen. Doch Profisport und das Training der Bundeskaderathleten bleiben erlaubt.  Deshalb konnte auch Oppenaus Bürgermeister Uwe Gaiser problemlos das Okay zum Trainieren geben. 

Fokus auf WM

Die Junioren des DHB wurden in diesem Jahr bereits um ihren Saisonhöhepunkt gebracht, der für den ein oder anderen auch das Karriere-Highlight hätte sein können. Im Sommer fiel bereits die U20-EM, die vom 2. bis 12. Juli in Österreich und Italien stattfinden sollte, dem Corona-Virus zum Opfer. Auch der Ersatztermin 6. bis 16. Januar 2021 in Porec (Kroatien) musste mittlerweile abgesagt werden. „Es ist schade für die Jungs“, bedauert Heuberger, „aber angesichts der Situation auch verständlich“. Der Fokus des Trainerteams liegt nun auf der Junioren-WM, die vom 23. Juni bis 4. Juli 2021 in Ungarn angesetzt ist. „Wir hoffen, dass wenigstens dieses Turnier stattfinden kann. So eine Erfahrung wäre für die Spieler ungemein wichtig“, weiß Heuberger aus langjähriger Erfahrung und bescheinigt dem aktuellen Jahrgang „eine wirklich tolle Breite mit vielen hochtalentierten Spielern“.  

 
 
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