Die Chancen auf einen Erfolg in Metzingen schätzte man zugegebenermaßen nicht gerade hoch ein, aber dass es eine derart hohe Niederlage des SVA geben würde, das hatte man nicht erwartet.


Dabei gestaltete sich Halbzeit eins durchaus erträglich (21:17).

Der SVA startete furios ins Spiel. Nach 8 Minuten führte der Siebtplatzierte beim Meister und Aufsteiger in die 3. Liga mit 3:6. Das sollte es aber auch mit der Allensbacher Herrlichkeit gewesen sein. Metzingen schaltete zwei Gänge hoch und lief damit der Allensbacher Drittligareserve den Schneid ab. Über 14:10 ging es wie die Feuerwehr zum 18:11 für Metzingen. Ein Debakel zeichnete sich ab. Allen voran die ehemalige Bundesligaspielerin Alexandra Kubasta (insgesamt 10 Tore) zeigte den jungen Allensbacher Mädels "wo der Bartel den Most holt". Dem hatte man phasenweise nichts entgegen zu setzen. Doch kampflos aufgeben wollte man sich auch nicht und kämpfte sich bis zur Halbzeit auf 21:17 ran.

In der Pause nahm man sich vor, den Meister der BWOL so lange als möglich zu ärgern und das Spiel offen zu gestalten. Doch alleine, es sollte beim guten Vorsatz bleiben. Es waren keine 6 Minuten in der zweiten Hälfte gespielt, als die Anzeige in der Metzinger Öschhalle ein 28:18 anzeigte. Damit war die Messe gelesen. Allensbach hatte an diesem Tag dem Metzinger Hochgeschwindigkeitshandball nichts entgegen zu setzen und ergab sich phasenweise kampflos in sein Schicksal. Mit der Auszeit in der 47. Minute beim Spielstand von 35:21 gelang es den Allensbacher Trainern dann wohl nochmal, ans schlechte Gewissen ihrer Spielerinnen zu appellieren. Daher gingen die letzten 13 Minuten des Spiels auch mit 8:6 an den Gast. Das dürfte jedoch daran gelegen haben, weil Metzingen ein paar Kohlen runter genommen hat.

Fazit: Die Mannschaft spielte am Samstag geschlossen und deutlich unter ihren Möglichkeiten. Es gelang nur wenigen Spielern annähernd Normalform zu erreichen. Hervorheben darf man Ronja Holzmann, die sich immer wieder ein Herz nahm und sich gegen die drohende Niederlage stemmte. Ansonsten übertrafen sich alle im Auslassen selbst bester Einschussgelegenheiten, bzw. in der Produktion von technischen Fehlern am Fließband. Immerhin gelangen den Reserve-Hühnern 29 Tore in Metzingen. Soviel wie keiner anderen Mannschaft zuvor in dieser Saison. Leider kann man sich dafür nichts kaufen.

Die Mannschaft wird die letzte Trainingswoche nutzen, um sich nochmals Schwung zu holen für das letzte Spiel am 06.05.17 daheim gegen Kappelwindeck/Steinbach. Danach sehnen sich alle dem dringend notwendigen Saisonende entgegen und die danach folgende Handballpause.

TuS Metzingen II - SV Allensbach II 41:29 (21:17)

Es spielten: Elisa Singler, Jule Gruber; Katja Allgaier (1), Ronja Holzmann (5), Selina Röh (11/5), Jule Wollny (3), Lisa Haab (2), Johanna Leenen (1), Lisa Maier, Jasmin Moll (1), Sabrina Schmidt, Laura Epple (3), Laura Kayser (2).

TuS Metzingen  SV Allensbach

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