U23 der HSG Konstanz bei Drittliga-Absteiger Köndringen.


Immer noch steht die U23 an der Tabellenspitze der Oberliga, trotz der deutlichen Niederlage zuletzt gegen den Zweiten Blaustein. Nun kommt es zu einem lange Jahre in der 3. Liga ausgetragenen und dort besonders emotional geführten Südbaden-Derby bei Drittliga-Absteiger SG Köndringen/Teningen. Dieses Mal allerdings eine Liga tiefer – und mit der blutjungen U23 der HSG Konstanz in einer der beiden Hautrollen.

HSG-Trainer Matthias Stocker sieht nicht nur deshalb seine Mannschaft keinesfalls in der Favoritenrolle. Die Breisgauer hatten zu Saisonbeginn große Probleme, sich in der neuen Spielklasse mit neuem Team zu Recht zu finden. Drei Niederlagen in Folge waren das Resultat. Dann fand das Team des dänischen Ex-Nationaltrainers Ole Andersen immer besser zusammen und eilt, seit Routinier Lukas Zank die Position eins in der 3:2:1-Deckung übernommen hat, von Sieg zu Sieg. Die letzten vier Spiele konnte die SG mit nicht besonders großem aber qualitativ sehr gut besetztem Kader alle für sich entscheiden. Konstanz hingegen musste nach 21 Spielen ohne Niederlage nun zwei hintereinander wegstecken und hat zudem nach wie vor größere Verletzungssorgen.

Doch das soll nicht das Thema sein, sagt Stocker. „Wir wollen einfach wieder guten Handball zeigen und auf uns sehen.“ Zwar kann er wohl wieder auf Jonas Hadlich zählen, dafür meldete sich Torwart Moritz Ebert wieder verletzt und auch Samuel Löffler und Patrick Volz sind zusätzlich zu den vielen Verletzten angeschlagen. Dennoch möchte die Drittliga-Reserve schnellstmöglich zurück in die Erfolgsspur. Denn so schlecht fand Stocker den Handball, den sein blutjunges Team zuletzt anbot, nicht. Etwas zu verkrampft, was passieren könne, mit etwas zu wenig Cleverness. Auch das ist im Entwicklungsprozess der jüngsten Mannschaft der Liga nichts Außergewöhnliches. Und so sagt der HSG-Coach auch relativ entspannt: „Uns wurden nun zweimal die Grenzen aufgezeigt.“ Schließlich kann man daraus lernen und daran wachsen, den nächsten Schritt machen.

„Vielleicht“, bemerkt Stocker, „haben wir uns auch zu sehr auf den Gegner fokussiert. Wir wollen uns auf unser System vor allem in der Abwehr konzentrieren. Und vorne müssen die Dinger einfach rein.“ Denn hierhin lag der Schwer- und Schwachpunkt bei der deutlichen Niederlage gegen Blaustein: die vielen frei vergebenen Großchancen. Stocker: „Wenn wir gut spielen, ist immer eine Chance da.“ Doch die Tendenz spricht für Köndringen/Teningen. Deshalb macht der 30-Jährige auch klar: „Es muss viel zusammenlaufen – und zwar nicht nur 40 Minuten, sondern 60.“

Die zwei Niederlagen zuletzt hätten jedenfalls nichts an der hervorragenden Stimmung im Team geändert. Die Vorfreude auf ein tolles Spiel, ein ewig junges Derby unter ganz neuen Vorzeichen, ist jedenfalls groß. „Jedem war bewusst, sagt Stocker, „dass unsere Serie irgendwann endet“. Sodann zuckt er mit den Schultern. „Das ist uns jetzt Schnuppe. Wir sind unbedarft und heiß wie immer. Ich freue mich auf Teningen.“
Anwurf: SG Köndringen/Teningen – HSG Konstanz U23, Samstag, 20 Uhr, Ludwig-Jahn-Halle Teningen.

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