Nachdem Axel Schmidts "letzte Mohikaner" vergangenes Wochenende noch eine Partie umbiegen konnten, hat es sein letztes Aufgebot nun auch auswärts erwischt.


Das bislang beste Auswärtsteam der Liga (9:1 Punkte) kassierte bei der TS Kehl eine 25:24 Niederlage. Schutterns Coach konnte in Anbetracht von sechs fehlenden Stammspielern letztendlich mit der kämpferischen Einstellung seines Teams zufrieden sein, haderte jedoch auch mit der Chancenverwertung seines Teams.

Schuttern konnte zwar zu Beginn der Partie zweimal in Führung gehen (1:0, 2:1), doch das sollte es dann auch fürs erste gewesen sein. In dem Maße wie sich Kehl steigerte, ließ der TuS nach, leistete sich zu viele technische Fehler bzw. scheiterte mit seinen Abschlüssen am gegnerischen Schlußmann oder an Pfosten oder Latte. So zog Kehl, vor allem über Fabian Schottstädt aus dem linken Rückraum, über 6:4 (11. Min.), 8:5 (16. Min.) auf 15:11 davon.

Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt.

Auch in der zweiten Hälfte zunächst das gleiche Bild, Kehl nutzte Unkonzentriertheiten der Gäste aus und sah in der 39. Minute beim Stande von 19:13 wie der sichere Sieger aus. Doch die Jungs von Axel Schmidt wollten sich nicht geschlagen geben und traten nun der Heimmannschaft im Deckungsverband offener entgegen. Diese Maßnahme zeigt auch schnell Wirkung, Kehl ließ sich verunsichern und Schuttern setzte zu Aufholjagd an. Über 21:17 (46. Min.) war man beim 22:21 (52. Min.) wieder dran. Jörn Ferber mit seinem sicher verwandelten fünften Siebenmetertor stellte den zwei Tore Vorsprung wieder her, doch postwendend glich Samet Gündogdu mit zwei gelungenen Einzelaktionen zum 23:23 (56. Min.) aus.

Wie vergangene Woche stand das Spiel nun auf des Messers Schneide. Nach dem 24:24 Ausgleich durch Flo Kopf hatte der TuS dreimal die Möglichkeit selbst in Führung zu gehen, scheiterte jedoch einmal mit einem Gegenstoß an Kehls Keeper und zweimal verweigerte das Schiedsrichtergespann, das nach dem Geschmack des aufmerksamen Beobachters zu oft mit der Kehler Bank koketierte, trotz klarer Behinderung einen sicheren Abschluß der Gäste.

Nach dem 25:24 (58. Min.) durch Kehls besten Feldtorschützen Fabian Schottstädt hatte der TuS nochmals finale Möglichkeiten zum, auf Grund der kämpferischen Leistung in der letzten Viertelstunde, sicher verdienten Punktgewinn. Doch wieder "übersah" das Schiriegespann kurz vor Schluß ein Foul an Schutterns Angreifer und so verstrichen die letzten Sekunden zu Gunsten des Gastgebers.

Die kommende 14-tägige Fasnachtspause kann das verletzungsgebeutelte Team von der Schutter nun nutzen, die Akkus wieder aufzuladen und dann beim nächsten Heimspiel gegen die HSG Hardt vielleicht endlich einmal mit einem vollzähligen Team auflaufen.

Spielfilm: 1:1, 3:2, 5:4, 8:5, 9:8, 12:9, 15:11 / 17:12, 19:15, 21:16, 22:20 23:23, 24:24, 25:24.

Kehler TS - TuS Schuttern 25:24 (15:11)

Kehler TS: Björn Vahlenkamp, Matthias Dengler (1), Romain Bringout (1), Fabian Schottstädt (6), Klaus Hartung, Joél Schmitt, Jörn Ferber (6/5), Felix Knoll, Jonas Dübon (4), Maurice Fauti, Yannick Udri, Kamber Urlu (3) - Marco Heitz (4); Trainer: Roland Hess

TuS Schuttern: Fabian Silberer, Daniel Krug (2), Florian Kopf (6/2), Paulus Leberl, Kevin John (4), Christian Lederer, Maik Keller (1), Christoph Krajnc, Nick Dittrich (1), Nico Eble (5), Sebastian Wendlinger, Samet Gündogdu (5), Axel Schmidt; Trainer: Axel Schmidt

Schiedsrichter: Matthias Minet (HSG Hardt), Tim Schröder (TuS Großweier)

Gelb: Marco Heitz (3:56), Yannick Udri (6:15), Felix Knoll (37:50) / Nico Eble (12:29), Sebastian Wendlinger (15:58), Axel Schmidt (21:53), Daniel Krug (24:27)

Strafminuten: 8:4

2 Minuten: Kamber Urlu (49:35), Yannick Udri (57:09), Fabian Schottstädt (59:40), Fabian Schottstädt (59:40) / Florian Kopf (26:46), Sebastian Wendlinger (45:08)

ndogdu 5.

Kehler Turnerschaft  TuS Schuttern
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