Mit viel Zuversicht waren die Bergstädter am vergangenen Samstag in den Landkreis Sigmaringen gereist.


Dennoch war man sich der schweren Aufgabe beim heimstarken Aufsteiger bewusst. Den verletzungsgebeutelten Kader verstärkte neben Sven Waßmer auch Peter Aßfalg und Youngster Robin Schmidt. Aßfalg war studienbedingt kurze Zeit im Raum Heilbronn niedergelassen und kehrt nun zu den Bergstädtern zurück. Er war ebenso erst zu diesem Spiel spielberechtigt wie Robin Schmidt. Der 18 jährige spielte eineinhalb Spielzeiten für die A-Jugend der HSG Konstanz. Kommende Saison müsste sich der Linkshänder unter anderem der Konkurrenz der Junioren-Nationalspieler Philipp Harter und Luca Mastroccola stellen. Mit dem Wunsch nach mehr Spielzeit zieht es Schmidt wieder in die Heimat. Mit Sicht auf die kommende Saison und die aktuellen Verletztensituation machte es Sinn, sich um ein Spielrecht für die noch laufende Saison zu bemühen. Ein Doppelspielrecht scheiterte an der zu geringen Distanz und der Frist zur Beantragung im Oktober. Schmidt entschied sich zur Freude der Bergstädter für einen kompletten Vereinswechsel zur Winterpause.

Die Partie begann torarm, gut vier Minuten dauerte es ehe Theo Assfalg den ersten Treffer für die Bergstädter markieren konnte. Zunächst lag der TVS mit 3:1 zurück, ehe man, teilweise sogar in Unterzahl, mit 5:7 in Führung ging. Profitieren konnte man in dieser Phase vor allem von drei Strafwürfen die die Gastgeber liegen ließen. Anschließend mussten Manuel Bürk und Sven Waßmer auf die Strafbank. Meßkirch drehte die Partie und ging zwischenzeitlich sogar mit 10:7 in Führung. Kurz vor der Pause verletzte sich Manuel Bürk am Sprunggelenk. Der St.Georgener Top-Torschütze kehrte zwar später, bandagiert, in die Partie zurück war jedoch sichtlich gehemmt. Beim Spielstand von 12:10 wurden die Seiten gewechselt.

Der zweite Durchgang schloss sich nahtlos an den ersten an. St.Georgen verteidigte engagiert und Meßkirch rieb sich auf. Sinnbildlich für die gesamte Partie war, dass die Bergstädter nicht eine der ersten vier Balleroberungen in Tore umsetzen konnten. Dennoch gelang durch Stephan Lermer in der 44. Spielminute der 16:16 Ausgleich. In Unterzahl vertändelte man nun zwei Mal leichtfertig den Ball und lud Meßkirch zum Tempogegenstoß ein. St.Georgen glich zwar zwischenzeitlich nochmal zum 19:19 aus, hätte aber schon früher in Führung gehen müssen um der Partie die nötige Richtung zu geben. Anschließend sah Waßmer nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte. Meßkirch behielt die Nerven und antwortete mit drei Toren in Serie. Vier Minuten vor Ende sah nun auch Bürk die dritte Zeitstrafe und musste mit der roten Karte vom Feld. Meßkirch versuchte die Partie nun nur noch irgendwie zu Ende zu bringen. St.Georgen traf zwar noch zwei Mal, konnte den Gastgebern allerding nicht mehr gefährlich werden.

Zusammenfassend erneut ein enttäuschendes Ergebnis. Größtes Problem war vor allem die Chancenverwertung. Während die Defensive gut funktionierte, war der Angriff erneut schwach. Meßkirch machte den Bergstädtern immer wieder Geschenke, die diese leider nicht annehmen konnten und Ballgewinne leichtfertig liegen ließen oder am gegnerischen Torhüter scheiterten. Hinzu kam, dass man sich nie auf die Schiedsrichter einstellen konnte, ganze 22 Spielminuten mussten die Bergstädter in Unterzahl agieren.

Durch den Sieg der HG Müllheim/Neuenburg in Pfullendorf ist der Vorsprung der Bergstädter auf den Relegationsplatz auf mittlerweile fünf Punkte geschmolzen. Gegen drei Teams aus dem unteren Tabellendrittel konnte man nur einen Punkt holen. Kommende Woche steht mit dem Heimderby gegen die SG Schenkenzell/Schiltach erneut ein extrem schwieriges Spiel an.

TV Meßkirch – TV St. Georgen 23:21 (12:10)

Tore: P.Assfalg, Schmidt, Müller (je 1), T.Assfalg (8), Lermer (2), Bürk (8/3).

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