In einem Spiel auf Bezirksklassen Niveau fehlte Pfullendorf die Ernsthaftigkeit und der Siegeswille und so verloren sie berechtigt das Derby gegen den voll motivierten und unter Druck stehenden Gegner DJK Singen mit 26:29.

Durch die Begleitung der Guggenmusik Hontes-Drudä-Geitscher aus Singen entwickelte sich in der Münchriedhalle eine tolle Stimmung und die Singener Fans puschten ihre Mannschaft lautstark nach vorne. Diese Unterstützung nahmen die Singener Bären auch sofort auf und gingen deutlich in Führung (16.min/10:3). Pfullendorf agierte recht lethargisch und hatte in dieser Phase kaum etwas entgegenzusetzen. Die Angriffs- und Wurfeffektivität lagen weit unter dem Durchschnitt und der Auftritt der Linzgauer war für die mitgereisten Fans blamabel. Pfullendorf kam recht spät langsam in die Gänge und es entwickelten sich wechselseitige Torerfolge, wobei Singen stets die Nase weit vorne hatte (25.min/16:9). Durch eine Dreierserie konnten die Linzgauer den deutlichen Vorsprung der Singener zwar etwas dezimieren (29.min/16:12), mussten sich aber zum Halbzeitpfiff mit 13:17 den Bären ergeben.

In der zweiten Halbzeit startete Pfullendorf die Aufholjagd und schaffte durch Kempf, bei diesem Spiel mit 9 Treffern bester und auch aktivster Werfer, den Anschluss (46.min/22:21). Es schien dass Pfullendorf das Spiel doch noch drehen könnte. Doch der Schein trog. Mit 35 Fehlwürfen und Fehlpässen war gegen Singen kein Blumentopf zu gewinnen. Hinzu kam ab der 55.Minute ein Einbruch der Linzgauer welcher es den Bären ermöglichte im 45 Sekunden Takt vier Treffer in Serie unterzubringen (58.min/29:23). Zum Abschluss gelang Pfullendorf doch noch eine Dreierserie und so konnten sie den deutlichen Vorsprung von Singen in den letzten Spielminuten etwas dezimieren. Singen gewann das Derby zu Recht mit 29:26 und distanzierte sich vom Abstiegsgefährdeten Bereich.

Trainer Uttenweiler, sichtlich enttäuscht vom Spielausgang, fasste den Spielverlauf aus seiner Sicht kurz zusammen: „Dieses Spiel müssen wir abhacken und aus den Köpfen rausbringen. Von der ersten bis zur letzten Minute sind alle Dinge passiert die so im Handball passieren können. Mindestens zehn Hundertprozentige hat das Team nicht reingemacht. In der Abwehr waren wir nicht so aggressiv wie wir es sonst an den Tag legen. Im Angriff fehlte der entsprechende Druck. Wahrscheinlich meinte mein Team dass das Spiel recht einfach wird da sie im Hinspiel Singen mit 27:15 besiegt hatten. Das war eine Kopfsache und Fehleinschätzung. Für mich war auch ärgerlich dass die Unparteiischen nicht sahen dass die Singener Abwehr ungeahndet immer wieder durch den Kreis gelaufen ist. Nun gut, wir nehmen das jetzt mal so mit und hoffen dass wir beim nächsten Heimspiel daraus lernen und unsere bekannte Stärke an den Tag legen.“

TV Pfullendorf

Pfullendorfs Eric Kempf (13) war mit 9 Toren erfolgreichster Werfer des Derbys. (Bild: TVP)

Im nächsten Heimspiel am Sa 04.02.2017 um 20 Uhr treffen die Männer1 auf den TV St.Georgen. Im Hinspiel verlor Pfullendorf knapp mit 18:19. Im Heimspiel gilt es nun zwei Punkte einzufahren.

DJK Singen - TV Pfullendorf 29:26 (17:13)

DJK Singen: Sascha Merk, Niklas Bartels, Joshua Müller, Alexander Köszegi (2), Youssef Wagdy Ahmed Hamed, Benjamin Stubbe, Gurpreet Singh (2), Manuel Dreher (5/1), Uwe Weißenrieder, Tim Weitz (2), Björn Zacharias (2), Sebastian Achatz (6), Manuel Stehle (3), Daniel Achatz (7); Trainer: Jörg Zimmermann

TV Pfullendorf: Dennis Sugg (4), Marcel Lehmann (1), Hoan Luu Duc (5/1), Timo Brändlin (2), Felix Staudacher (2), Fabian Brändlin, Timo Scheitler, Manuel Scheitler, Lars Michelberger (3), Eric Kempf (9/4), Nico Hegge, Nico Sugg, Christopher Thews, Taha Yaren, Arno Uttenweiler; Trainer: Arno Uttenweiler

Schiedsrichter: Alfred Holl (HSG Konstanz), Felix Lachnit (HSG Konstanz)

Zuschauer: 121

Gelb: Manuel Dreher (6.) (17:15), Gurpreet Singh (7.) (20:26), Tim Weitz (2.) (21:27) / Eric Kempf (8:59), Felix Staudacher (7.) (22:43), Timo Brändlin (6.) (29:32), Arno Uttenweiler (10.) (42:46)

Strafminuten: 10:6

2 Minuten: Daniel Achatz (25:11), Sebastian Achatz (28:50), Gurpreet Singh (41:55), Daniel Achatz (57:40), Manuel Dreher (59:21) / Nico Hegge (35:14), Timo Brändlin (42:46), Eric Kempf (52:06)

Vergebene Siebenmeter: Sebastian Achatz, Manuel Dreher / Eric Kempf, Felix Staudacher



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