Nach 60 gespielten Minuten und einem Wechselbad der Gefühle lagen sich die Einheimischen in den Armen und fuhren den vierten Sieg in Folge ein.


Im Lager der aufopferungsvoll kämpfenden Freiburger konnten vor allem hängende Köpfe vernommen werden.

Diese lieferten dem wieder erstarkten letztjährigen Tabellenzweiten eine Partie auf Augenhöhe. Während Herbolzheim seine Verletzungsmisere überwunden hat, fehlten in den Reihen der Gäste nicht nur der grippeerkrankte Trainer Lebrecht, sondern nach wie vor Matosic und Hinderhofer. Auch wenn man als Außenseiter in das Spiel ging, wollte man dem favorisierten TVH Paroli bieten und eine gute Partie abliefern.

So starteten die Gäste auch ins Spiel. In den ersten 20 Spielminuten wurde hochkonzentriert und aggressiv verteidigt. Die 3:2:1 Abwehr brauchte nur kurz, um mit dem Übergangspiel der Einheimischen zu Recht zu kommen. Daraufhin konnte der wurfgewaltige Angriff Knesovic/ Pommeranz immer wieder gut unter Druck gesetzt werden. Das Resultat war, dass gerade in der Anfangsphase viele Bälle erobert und im Gegenstoß verwandelt werden konnten. Auch im gebundenen Angriffsspiel wurde druckvoll agiert und oft freie Lücke gefunden. 10:6 stand es folgerichtig nach gut 17. Minuten für die Handball Union. Mario Reif sah sich gezwungen, eine Auszeit zu nehmen und seinem Team neue Anweisungen zu geben. Dies zeigte Wirkung.

Bis zur Halbzeit konnten sich die Einheimischen auf ein 12:12 heran kämpfen.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen, zu ausgeglichen war die Partie bis dato. Kurz nach Wiederanpfiff gerieten der Herbolzheimer Troxler und der Gästetorhüter Schiffner aneinander und flogen zu Recht für 2x2 Minuten vom Platz. Nicht gerechtfertigt war hingegen die dritte Hinausstellung für Schiffner, der in der 40. Spielminute nach einem parierten 7-Meter gegen Troxler für eine emotionale Geste die rote Karte gesehen hatte. Doch auch ohne ihre etatmäßige Nummer 1 ließen sich die Freiburger vom TVH nicht abschütteln und kämpften sich nach einem 3-Tore-Rückstand auf 25:24 heran. Die letzten Minuten gehörten wiederum den Einheimischen, die da Ergebnis auf ein 27:24 erhöhten.

Alles in allem wäre für die Handball Union sicherlich mehr drin gewesen. Bedenkt man, dass gerade in der Schlussphase unnötige Ballverluste fabriziert wurden und über die gesamte Spielzeit 17 Abschlüsse nicht im Gästegehäuse untergebracht werden konnten, ist die Niederlage gegen die Einheimischen durchaus zu verhindern gewesen! Trotzdem hat sich das Team nicht aufgegeben und bis zur letzten Sekunde alle gegeben.

Jetzt heißt es Blick nach vorne richten und im kommenden Heimspiel die Punkte gegen die SG Gutach/Wolfach einfahren!

TV Herbolzheim  Handball Union Freiburg

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