Im Vergleich zur Vorwoche deutlich konzentriertere und bissigere Freiburger traten gegen ersatzgeschwächte Gäste vom Bodensee 40 Minuten das Gaspedal voll durch und demontierten ihre Gegner regelrecht bis sie in den letzten Minuten einen Gang herunterschalteten.


Die Einstellung des TVE mag vor dem Spiel nicht die beste gewesen sein, stapelte man im Vorhinein am Bodensee doch sehr tief und schrieb sich kaum Chancen zu. Dass es dann genau so oder noch schlimmer als befürchtet über die Ehinger hereinbrach war wohl aber kaum beabsichtigt. Pech hatten die Ehinger mit der Motivation und der großen Spielfreude der Hausherren, die im Gegensatz zum Spiel gegen den Tabellenletzten am vergangenen Samstag vor allem in der Abwehr richtig Lust zu haben schienen, sodass das Tore werfen für den TV relativ schnell zu einem großen Problem werden sollte.

Ballgewinne nach gelungenen Abwehraktionen oder Paraden mündeten meist in schnelle Tore durch den Ligaprimus. So stand es nach nicht ganz 20 Minuten bereits 12:2 und die Messe in der Gerhard-Graf Halle war gelesen. Der Wille der Gäste, soweit denn je vorhanden, schien gebrochen und weitere 20 Minuten später nach bereits verstrichener Halbzeitpause hatten die HSGler, die wegen einer Fingerverletzung kurzfristig auf Kreisläufer Jannis Konrad verzichten mussten, ihre Führung auf sage und schreibe 20 Tore ausgebaut, sodass ein vernichtendes Resultat von 26:6 von der Anzeigetafel leuchtete. Zu diesem Zeitpunkt hatten es die Gastgeber geschafft bereits zum zweiten Mal im Spiel ihren Kasten für ganze zehn Minuten sauber zu halten. Anteil daran, hatte auch Lucas Kneißl im Tor der Breisgauer, der zum Einstand der zweiten Halbzeit gleich einen Siebenmeter von Matthias Güntert entschärfen konnte.

In der Folge ließ die Wachter- Sieben, dann aber doch etwas schleifen und erlaubte seinen Gästen eine kleine Verschnaufpause von deren Demontage, sodass diese etwas Ergebnis-Korrektur betreiben konnten. Selbst ein sieben zu eins Lauf gestaltete das Ergebnis aber nicht deutlich freundlicher, da der Vorsprung der uneinholbar davongezogenen Rothemden immer noch 14 Tore betrug. Einzig ausbaufähig am Schlussresultat von 32:16 waren dann vielleicht die Tatsache, dass man auch deutlich mehr Tore als „nur“ 32 hätte erzielen hätte können.

Dies ist aber wohl meckern auf sehr hohem Niveau und man kann angesichts dieser Leistung hoch zufrieden sein, denn gerechnet hatten die Freiburger mit einer solchen Demonstration nicht, verdient war sie aber alle mal. So marschiert man weiter mit lediglich fünf Minuspunkten den anderen Teams der Landesliga Süd voraus, während der TV Ehingen mittlerweile deutlich auf die Abstiegsränge zusteuert.

Die Handball Union Freiburg wird beim Derby in der nächsten Woche sicher motivierter sein nicht das nächste Opfer der HSG zu werden, doch auch in dieses Spiel geht das Team aus Freiburg Mitte als Favorit und mit dem Ziel die Vorherrschaft im Freiburger Handball weiter zu behalten.

HSG: Lais (Tor), Kneißl (Tor), Friedrich, Sauer (4), Wiggenhauser (3), Stecher (2), Ganter (1), Muy (5), Klein (1), Dell´ Aquila (3), Motz (6), Müller (5), Leupolz (1), Schweizer.

HSG Freiburg  TV Ehingen

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