Um es vorwegzunehmen: Der TV Ehingen zeigte sein wohl bestes Spiel in 2018 und konnte so einen Punktgewinn gegen den direkten Konkurrenten HSG Dreiland erreichen.


Es hätten auch zwei Punkte sein können, aber der TV Ehingen hätte am Ende auch ohne etwas Zählbares dastehen können. Eine kleine Schwächephase zu Beginn der zweiten Spielhälfte kostete wohl letztendlich den Sieg und eine minutenlange Diskussion, ob ein direkter Freiwurf für die Gäste noch ausgeführt werden soll, oder nicht, hätte bei einer Ausführung eventuell auch eine Niederlage bedeuten können. Am Ende trennten sich dann beide Mannschaften mit einem durchaus gerechten Unentschieden.

Das Spiel allerdings, begann wie die letzten Partien auch. Der TV Ehingen verschlief die Anfangsphase und die Gäste zogen auf 0:2 davon. Doch dieses Mal kamen die Ehinger schneller in die Partie, drehten das Ergebnis auf 3:2 und konnten den Vorsprung sogar auf 6:3 (13. Min.) ausbauen. Trotz der Auszeit von Dreilands Traier Bojic (16. Min.) schaffte es die Maier-Sieben, den Vorsprung bis zum 10:7 zu halten. Die Gäste glichen in der 20. Minute noch zum 10:10 aus, konnten das Ergebnis aber nicht mehr bis zur Halbzeitsirene drehen. Weniger technische Fehler und eine intensiv arbeitende Ehinger Abwehr mit einem starken Sebastian Beck im Tor sorgten dafür, dass der TV Ehingen diese erste Spielhälfte zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Mit 14:13 wurden die Seiten gewechselt und es schien, als ob der TV Ehingen wieder zu alter Stärke zurückgefunden hatte.

Die Halbzeitpause kam wohl für die Gäste aus Weil und Brombach gerade richtig. Jedenfalls starteten die Spieler von Igor Bojic deutlich stärker in die zweite Spielhälfte als der TV Ehingen. Ganze neun Minuten war der Gastgeber ohne eigenen Torerfolg geblieben, die Gäste zogen auf 14:18 davon, da zog Trainer Florian Maier die Reißleine und nahm seine Auszeit. Diese zeigte ihre Wirkung. Der Spielfluß der Gäste wurde unterbrochen und Ehingen gelang der Anschluss zum 17:18 (43. Min.). Aber auch in der Folgezeit gelang es den Grünweißen nicht, den Rückraumhühnen der Gäste Tobias Ludwig und seinen Partner Niklas Weber in Schach zu halten. Die HSG zog wieder davon und in der 52. Min. erzielten die Gäste das 21:25, die sich ob des Spielstandes immer wieder selber anfeuerten. Ehingen ließ sich im Gegensatz zu den letzten Spielen nicht beeindrucken und die Mannschaft zeigte nun endlich die Moral, die nötig ist, um im Abstiegskampf bestehen zu können. Tor um Tor holten die Ehinger auf und als Mirko Ilgenstein in der 59. Min. das 26:27 erzielte, lag der Punktgewinn in Reichweite.

Der Gästekonter blieb ohne Torerfolg und Filip Galic gelang dann 21 Sekunden vor Schluss der vielumjubelte Ausgleichstreffer zum 27:27. Dreiland hatte nun noch die Möglichkeit, den Sieg klarzumachen, doch wurde der Angriff durch ein Foul unterbrochen. Leider hatte das Schiedsrichtergespann, das auch schon zuvor einige Mühe hatte, wenig Fortune in dieser Situation, so dass die Situation am Ende etwas eskalierte. Zuerst Freiwurf für Ehingen, dann für die HSG und letztendlich aber das deutliche Zeichen des Abpfiffs der Partie. Nachdem Trainer Bojic mit der Videokamera kam und beweisen wollte, dass der Pfiff vor Ende der Partie erfolgte, wollten die Schiedsrichter das Spiel wieder anpfeifen.

Wieder eine minutenlange Diskussion, aber dieses Mal mit den Ehinger Verantwortlichen, folgte. Bis nach schier unendlicher Spannung die Partie letztendlich als für beendet erklärt wurde. „Meine Mannschaft hat Moral gezeigt und gekämpft. Schade, dass die kleine Schwächephase zu Beginn der zweiten Halbzeit uns wohl den Sieg gekostet hatte. Der Mannschaft wäre aufgrund dieser Leistung der Sieg zu gönnen gewesen“, so Trainer Florian Maier nach Spielende.  Letztendlich blieb die Erkenntnis, dass sich der TV Ehingen durch eine wesentlich geringere Fehlerquote und einer starken Abwehrleistung, inklusiv der beiden gut haltenden Torhüter Sebastian Beck und Marcel Kiyici, wieder zurückgemeldet hat.

Auf diese Leistung lässt sich aufbauen und für den Rest der Saison hoffen.

Spielfilm: 0:2: 3:2, 6:3, 6:5, 8:5, 10:7, 10:10, 12:11, 14:13 (HZ)
14:18, 17:18, 19:20, 19:22, 21:25, 23:25, 23:26, 25:26, 25:27, 27:27.

TV Ehingen – HSG Dreiland 27:27 (14:13)

Für den TV Ehingen spielten: Sebastian Beck, Marcel Kiyici (Tor), Sandor Jäger (2), Matthias Schädler (2), Filip Galic (3), Flaviu Gaie (2), Michael Bucher (2), Raphael Renz (3), Philipp Sartena (2), Marcel Müller, Jonas Schmidt (1), Philipp Stengele, Matthias Güntert (6/4), Mirko Ilgenstein (4).

Für die HSG Dreiland spielten: Lukas Krauth, Frank Böhler (Tor), Mateusz Palasz (1), Steffen Retsch, Lukas Hopp (2), Philip Müller (2), Marco Bödeker (2), Niklas Weber (7), Tobas Ludwig (11/2), Jonas Besemann, Pit Weber (2).

Verwarnungen: Raphael Renz, Flaviu Gaie, Matthias Güntert (TV Ehingen), Lukas Hopp, Tobias Ludwig, Pit Weber (HSG Dreiland).

Zeitstrafen:  Raphael Renz, Flaviu Gaie (TV Ehingen), Marco Bödeker, Tobias Ludwig, Jonas Besemann (HSG Dreiland).

SR: Hans-Jörg Putzi, Marcus Siebenmark
Z.: 85.

TV Ehingen  HSG Dreiland

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