Die Herren 1 der Handball Union Freiburg kassiert auswärts beim TuS Ringsheim im 9. Saisonspiel die erste Niederlage.






Den Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren: die Handball Union Freiburg, zuvor verlustpunktfreier Spitzenreiter der Landesliga Süd, unterlag vor stimmungsvoller Kulisse beim TuS Ringsheim denkbar knapp mit 22:23 (14:11). Eine Schwächephase im Angriff brachte die HU Mitte der zweiten Halbzeit ins Hintertreffen und sorgte am Ende für die ersten Verlustpunkte der Spielgemeinschaft.

Eine Woche nach dem souveränen 26:17-Heimsieg über den TuS Steißlingen II wurde der Handball Union von Beginn an bewusst, dass ein Punktgewinn bei heimstarken Ringsheimern alles andere als ein Selbstläufer wird. Die Gastgeber boten dem Tabellenführer mit einer aggressiven Abwehr Paroli und konnten so die Anfangsphase bis zum 9:9 (20.) ausgeglichen gestalten. Trotz einer frühen, fragwürdigen Disqualifikation gegen HU-Rückraumspieler Nino Matosic (10.) fanden die Freiburger jedoch gegen Ende der ersten Halbzeit besser in die Begegnung und stellten die Ringsheimer Angriffsbemühungen mehr und mehr vor Probleme. Die Folge: die HU konnte sich bis zur Pause leicht auf 14:11 absetzen.

Angetrieben von Regisseur Gerrit Bartsch, mit insgesamt sieben Treffern bester Torschütze seines Teams, blieben die Freiburger nach dem Seitenwechsel zunächst konsequent und bauten ihre Führung auf 17:13 (38.) aus. Zu diesem Zeitpunkt sah alles nach dem nächsten, ungefährdeten Erfolg der Handball Union aus. Doch fortan beraubte der TuS Ringsheim durch eine Abwehrumstellung der HU-Offensive ihren Spielfluss. In den nächsten 18 Minuten gelangen den Freiburgern nur zwei Treffer, sodass die Gastgeber – auch gestützt durch einige, aus HU-Sicht undankbare, Entscheidungen der Schiedsrichter – ihren Vier-Tore-Rückstand in eine 22:20-Führung (57.) umwandeln konnten. Diesen Vorsprung rettete der TuS schließlich über die Zeit.

HU-Stimmen zum Spiel:

Sascha Winkler (Capitano): „Unsere erste Niederlage am neunten Spieltag! Es war abzusehen – die Niederlage musste irgendwann kommen, aber sie war mehr als vermeidbar. Mehrere Faktoren führten zu dieser Niederlage: die harzfreie Halle, die aufgeheizte Stimmung durch das Publikum und auch die nicht immer souveräne Leistung der Schiedsrichter. Letztendlich müssen wir uns aber an die eigene Nase fassen. Zum Spiel selbst: Es war ein ausgeglichener Beginn. Wir haben uns trotz der frühen roten Karte gegen Nino Matosic nicht aus dem Konzept bringen lassen. Gegen Ende der ersten Halbzeit konnten wir uns sogar einen Drei-Tore-Vorsprung zum 14:11-Pausenstand herausarbeiten. Wir haben in dieser Phase eine gute Leistung im Angriff und in der Abwehr gezeigt. In der zweiten Halbzeit konnten wir dies leider nicht mehr aufs Parkett bringen. Unsere Angriffsleistung war nicht mehr gut genug. Acht Tore in einer Halbzeit bzw. 22 Tore im gesamten Spiel reichen halt nicht aus, um ein Auswärtsspiel zu gewinnen. Durch diese Niederlage ändert sich bei uns aber nichts. Wir werden diese Woche wieder gut trainieren und freuen uns schon auf das nächste Spiel in St. Georgen.“

Philipp „Phips“ Böhringer (Linksaußen): „Wir sind eigentlich gut in die Begegnung gestartet und waren mit Ringsheim auf Augenhöhe. Leider haben wir in der 10. Minute die rote Karte gegen Nino Matosic bekommen, wodurch wir zunächst ein wenig aus dem Konzept geraten sind. Wir konnten dann aber doch in Führung gehen und diese bis zur Halbzeit auf drei Treffer ausbauen. Im zweiten Abschnitt ging es zunächst eigentlich auch relativ gut weiter. Dann haben wir aber einige freie Würfe nicht genutzt oder unsere Angriffe überhastet und unvorbereitet abgeschlossen. Wir waren mehrfach unkonzentriert, sodass wir am Ende die Partie mit einem Tor unglücklich verlieren. Von vorne herein stand fest, dass es in Ringsheim aufgrund der engen Halle und der Atmosphäre schwer wird. Im Endeffekt sind wir an der Niederlage durch die Leistung in der zweiten Halbzeit selbst schuld.“

Am nächsten Samstag (24.11.2018) steht die HU Freiburg nun vor ihrer nächsten schweren Auswärtsaufgabe. Ab 19.30 Uhr möchte das Team von Coach Jonas Eble zeigen, dass die Niederlage in Ringsheim ein einmaliger Ausrutscher war.

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