Ein ganz hartes Stück Arbeit hatte Handball Südbadenligist SG Muggensturm/Kuppenheim zu bewältigen, ehe der Sieg gegen den TuS Helmlingen unter Dach und Fach war.


Mit dem 28:23 (14:12) setzten die Mittelbadener eine erste Duftmarke in der Liga, auch wenn der Einstand auf Platz 2 der Tabelle nur eine Momentaufnahme ist.

Die Rollen waren eigentlich klar verteilt, als der letztjährige Sechste der Liga (29:23 Punkte) den Neunten (24:28) zu Gast hatte. Doch im Vorfeld hatte der neue Coach der Hanauerländer Ralf Ludwig (zuvor beim 3. Ligist TV Sandweier) einen klaren Sieg des Gastes prognostiziert und einen vorderen Tabellenplatz als Rundenziel ausgegeben. Darauf der Trainer der SGMK Niki Wagner: „Wir werden sehen, was das Spiel wirklich bringt…“, denn er hatte ja zusammen mit Benni Hofmann im Gespann die beiden Neuzugänge Treiber (im Tor) und Lehnkering (am Kreis und im Abwehrmittelblock) in einer arbeitsreichen Vorbereitung in die gewachsene, ansonsten unveränderte Mannschaft integriert. Und von Beginn an schien es so, als hätte die SGMK die höhere Reife, Konzentration und Präsenz. Allein die Konsequenz im Abschluss ließ zu wünschen übrig, der beste Helmlinger, Marc Müller, erzielte die beiden ersten Tore, nach acht Minuten war der Gast mit 2:4 vorne. Alles lief anscheinend nach Plan für Helmlingen: „Wir waren am Anfang sehr konzentriert, haben dann die Nervosität schnell überwunden", so Wagner. Und so ließ sich die SGMK nicht abschütteln und ging ihrerseits mit 7:5 in Front. Vor allem über die starke rechte Seite mit Marvin Charles und Samuel Josenhans erzielte der SBL Routinier seine Tore – beide waren von der Gästeabwehr nicht in den Griff zu bekommen. Dennoch konnte sich Heim nicht absetzen, nach 22 Minuten mit 8:8 – trotz Auszeiten, Einwechselungen (z.B. Pomiankiewicz auf Seiten des Gastes, Lehnkering vorne am Kreis für die SG) etc. war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, Ausgang offen. Beide Teams hatten die echte Betriebstemperatur noch nicht erreicht. Kurz vor der Pause zeigte dann Lehnkering am Kreis die besseren Anlagen und sicherte mit 2 Toren gegen 1 von Zimmer-Zimpfer den Halbzeitvorsprung.

Nach der Halbzeit blieb es zunächst eng, der TuS verkürzte direkt auf 14:13, bis zum Ausgleich zum 17:17 in der 37. Min sollte es der SG nicht gelingen sich abzusetzen, vielmehr sorgten die Helmlinger Kempf und Wagner für das Aufkeimen der Hoffnungen. Jetzt war es auf Seiten der Mittelbadener Fabian Grieb, der regelmäßig traf. Und auch D. Zaum konnte sich gegen Marc Müller beim 7m durchsetzen. Beim 22:17 in der 44. Minute schien daher die Vorentscheidung gefallen. Trotzdem steckte der Gegner nicht auf, Pomiankiewicz und Müller verkürzten bis zur 51. Min auf 25:22. Dann schlug das Pendel wieder zugunsten von Heim aus, denn André Treiber nagelte jetzt den Kasten der SG einfach mal zu und Samuel Huber stellte die Anzeige mit zwei blitzsauberen Toren in der 54. Minute auf 27:22. Aber wer nun an ein Schaulaufen geglaubt hatte, wurde eines Besseren belehrt, denn mit dem sicher geglaubten Sieg ging die Sicherheit im Abschluss verloren. Aber auch Helmlingen konnte einfach nicht mehr treffen, die Abwehr harmonierte jetzt prächtig vor dem überzeugenden Treiber. Das Trainergespann der SG forderte in einer Auszeit (56:01) weitere Tore, allein nur noch Josenhans setzte den Schlusspunkt zum 28:22. Unter den Augen des unzufriedenen Gästecoachs gelang den Helmlingern zum Ende hin kaum noch etwas, mit dem Start von 0:4 haben die Ambitionen hier einen Dämpfer erlitten.

B. Hofmann war nach dem Spiel dann auch erleichtert, dass es letztlich zum klaren Sieg gereicht hatte: „Was Helmlingen geboten hat war richtig gut, am Ende hatten wir mit Andre Treiber im Tor einen kleinen Vorteil. Wir waren alle konzentriert, jeder hatte wichtige und sehenswerte Aktionen; aber wir hätten das Spiel auch früher entscheiden können – mit zwei, drei Toren mehr, die dem Gegner erlaubten, über weite Strecken im Spiel zu bleiben.“ (Bild: Uli Hartmann)

SG Muggensturm/Kuppenheim - TuS Helmlingen 28:23 (14:12)

SG Muggensturm/Kuppenheim: Samuel Josenhans (6), Mathias Herbst (3), Leon Gruttke, Ricardo Hörth, Jascha Lehnkering (3), Fabian Grieb (3), Dominik Zaum, Benjamin Hofmann (5/1), Robin Welzer, Samuel Huber (2), Marvin Charles (6), André Treiber, Nikolai Wagner; Trainer: Nikolai Wagner

TuS Helmlingen: Maximilian Zimmer, Michael Zimmer-Zimpfer (3), Marius Wagner (4), Merlin Kempf (2), Joel Kraus (1), Julian Bissinger, Marc Müller (6/3), Lars Schmitt, Joél Schmitt (1), Steve Reichenberger (1), Sven Schmitt (1), Manuel Strübel, Tomasz Pomiankiewicz (4/1), Ralf Ludwig; Trainer: Ralf Ludwig

Schiedsrichter: Armin Frei (TuS Ringsheim), Wolfgang Kramer (HC Hedos Elgersweier)

Zuschauer: 400

Gelb: Fabian Grieb, Marvin Charles, Nikolai Wagner / Michael Zimmer-Zimpfer, Marius Wagner (2.), Joel Kraus, Ralf Ludwig

Strafminuten: 4:6

2 Minuten: Mathias Herbst, Mathias Herbst / Marc Müller, Manuel Strübel, Tomasz Pomiankiewicz

Vergebener Siebenmeter: - / Marc Müller

SG Muggensturm/Kuppenheim  TuS Helmlingen

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