Neuzugang Cedrik Lauppe hat sich sehr gut ins Team des HGW Hofweier eingefunden. ©Peter Heck

Handball-Südbadenligist HGW Hofweier baut weiterhin auf seinen bewährten Kader und das Trainer-Team. Keine Neu-Verpflichtungen für die kommende Saison geplant. 

Vor Saisonbeginn war der HGW Hofweier so ein bisschen der große Unbekannte in der Handball-Südbadenliga. Zweimal in Folge war man am angestrebten Wiederaufstieg in die BW-Oberliga gescheitert, nun hatten gleich sieben erfahrene Akteure den Verein verlassen. Das wahre Leistungsvermögen konnte selbst das Trainerteam Michael Bohn und Boris Schnak erst mal nicht einschätzen.

„Richtig schade“

Nach drei Spielen, 5:1 Punkten und einer annullierten Saison fällt das Fazit aber höchst erfreulich aus. Die Neuzugänge Dominik Merz, Cedrik Lauppe und Rückkehrer Timo Häß erwiesen sich als echte Verstärkungen, dazu hatte ein junger Spieler wie Mike Bächle starke Auftritte. „Der Umbruch hat super geklappt. Wir haben uns von Woche zu Woche gesteigert, auch deshalb war für uns der Abbruch richtig schade“, bedauert Bohn ein bisschen, dass man die Früchte der harten Arbeit in der Vorbereitung letztlich nicht ernten konnte.

Doch jetzt geht der Blick nach vorne, und da setzt der HGW auf Kontinuität. „Stand jetzt bleibt der Kader zusammen“, freut sich Bohn. Und auch das Trainerteam bleibt an Bord, was nicht ganz so selbstverständlich war (wir berichteten).

Mannschaft für das Trainer-Team

Nach vier Jahren in der Verantwortung liebäugelte Bohn mit einem Rückzug, zumal sich bei ihm auch beruflich eine Veränderung aufgetan hat. Und Co-Trainer Boris Schnak, inzwischen junger Familienvater, war ebenfalls ins Grübeln gekommen. Doch Bohn, der die potenziellen Nachfolge-Kandidaten selbst in Augenschein genommen hatte, musste am Ende feststellen: „Für den HGW war kein passender Trainer auf dem Markt.“ Also bleibt das bewährte Team in der Verantwortung, nicht zuletzt, weil auch von der Mannschaft diese Lösung klar präferiert worden ist.

Nur ein Linkshänder

Gemeinsam will man kommende Saison nun gerne da weitermachen, wo man gezwungenermaßen aufhören musste. „Wir hätten eine gute Saison gespielt“, glaubt Bohn, auch wenn der Kader relativ klein war. Sehr viel größer wird er auch künftig nicht werden. „Es gibt keine Überlegungen, externe Spieler zu verpflichten“, betont der ehemalige Bundesligaspieler. Sicherlich hätte man gerne noch einen zweiten Linkshänder neben David Knezovic im Kader, aber auch da sei der Markt im Moment ziemlich leer.

Leer bleibt auch weiterhin die Trainingsstätte, „dabei wollen die Spieler schnell wieder in die Halle“, berichtet der Coach, der sich mittlerweile aber auch mit weniger zufrieden gibt. „Einfach mal ein Treffen wäre nicht schlecht. Hauptsache, man sieht sich wieder mal“, spricht er vielen aus dem Herzen.

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