David Fritsch läuft für den guten Zweck. @Markus Heimburger
Handballer David Fritsch (TuS Ottenheim) hat sich 2021 zum Ziel gesetzt, 1500 Kilometer zu laufen und hierfür 50 Cent pro Kilometer an drei Einrichtungen zu spenden (wir berichteten). 

 

Mittlerweile hat der 29-Jährige aus Elgersweier viel Unterstützung bei seinem Projekt „David läuft“ erhalten. Einige spenden einen selbst festgelegten Betrag für ihre selbst gelaufenen Kilometer, andere spenden für die gelaufene Kilometer von Fritsch oder spenden einfach so. Das Geld geht an den Kinder- und Jugendhospizdienst Ortenau, den Förderverein für krebskranke Kinder Freiburg und die Organisation Home for Hope (Waisenkinder Ghana). Nach drei von zwölf Monaten zieht der 29-jährige Erzieher aus Elgersweier im Interview eine erste Zwischenbilanz. Ein Viertel des Jahres ist vorbei.

Wie liegen Sie im Plan?


Ich liege weit vor dem, was ich mir hätte ausrechnen können. Ich habe bereits 702,8 Kilometer (249 im Januar/210,5 im Februar/243,3 im März) gesammelt und bin nach wie vor voller Motivation und Euphorie. Ich fühle mich frisch und habe Lust weiter nachzulegen. Wenn es so weiter läuft, kann ich die 1500 Kilometer schon deutlich früher knacken als ich mir das erträumt hätte. Ich werde aber natürlich nicht aufhören, sondern weiter Kilometer und Geld für den guten Zweck sammeln.

Wie viel Geld ist bisher erlaufen worden?

Stand 1. April: 4480,05 Euro.

Gab es auch Rückschläge?

Zwischenzeitlich musste ich auf Grund von Knieproblemen ins MRT. Die Schmerzen stellten sich zum Glück nur als kleinere Blessur raus (Flüssigkeit im Knie). Durch Lymphdrainage und Strombehandlung habe ich die Probleme aber mittlerweile gut in den Griff bekommen und bin topfit.

Kann man Sie immer noch unterstützen?

Nach wie vor freue ich mich über jeden, der mich und das Projekt „David läuft“ unterstützen will. Ich hoffe, dass sich auch noch Vereine aus der Region anschließen, nachdem bereits einige Vereine mit ihrer Laufchallenge mein Projekt unterstützt haben und dadurch einiges an Geld zusammengekommen ist.

Welche Summe wollen Sie am Ende erlaufen haben?

Mein Ziel ist es die 15 000 Euro zu knacken, hierfür brauche ich aber noch weitere Unterstützerinnen und Unterstützer.

Haben Sie auch schon prominente Mitläufer bzw. Unterstützer des Projektes?

Am Samstag war ich mit Moritz Schade (derzeit Eintracht Hildesheim) Kilometer sammeln. Domenico Ebner (TSV Hannover-Burgdorf) unterstützt mich nicht nur mit Laufequipment, sondern hat mir auch einen Lauf in Hannover zugesagt. Darauf freue ich mich besonders. Frederik Simak (TBV Lemgo) hat mir versichert, vermutlich im Sommer auch mal bei einem Lauf zur Seite zu stehen. Außerdem hat sich auch Nina Müller (früher Wörz), Ex-Nationalspielerin und Olympia-Teilnehmerin angeboten, dass ich sie auf einen Lauf in Leipzig besuchen kommen darf und sie gerne ein paar Kilometer mit mir sammelt. Auch Speerwerfer Johannes Vetter hat über Instagram ein bisschen Werbung für mein Projekt gemacht, das hat mich schon echt riesig gefreut. Ich hoffe, noch einige prominente Mitläufer und Unterstützer zu finden und für mein Projekt begeistern zu können.

Gibt es schon eine Resonanz von den drei Einrichtungen, denen das Geld zugutekommen wird?

Alle drei sind total begeistert vom Projekt und freuen sich sehr, dass das Spendengeld am Ende des Jahres zu ihnen kommt. Beim Ortenauer Kinder- und Jugendhospizdienst war ich einmal zu Besuch. Durch die Corona-Pandemie ist derzeit leider nicht mehr drin mit Besuchen und direktem Kontakt.

Wann wird aus dem Hobbyläufer David Fritsch ein Wettkampfläufer?

Geplant ist nach wie vor der Amsterdam-Halbmarathon im Oktober. Ich hoffe Corona macht mir und meinem Kumpel Florian Ziegler (Fußballer der SG Nonnenweier-Allmannsweier) keinen Strich durch die Rechnung und wir können dort gemeinsam an den Start gehen.

Wie groß ist die Sehnsucht nach einer Rückkehr auf das Handball-Feld?

Die Sehnsucht ist sehr groß. Man fragt sich oft, wann es endlich wieder soweit ist. Nichtsdestotrotz steht die Gesundheit über allem, und es geht für uns erst einmal darum, die Corona-Pandemie weiter zu bekämpfen. Alles in allem freue ich mich dennoch enorm mit meinen Jungs wieder auf die Platte zu dürfen und endlich wieder auf Torejagd gehen zu können. Die Zweikämpfe und das gemeinsame Kämpfen um jeden Zentimeter vermisst man schon sehr arg, doch Vorfreude auf das „Ende“ der Pandemie und die Rückkehr in die Halle ist bekanntlich die schönste Freude.

Hinweis: Aktuelle Informationen gibt es auf der Homepage www.david-laeuft.de oder bei Instagram #davidlaeuft.

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