U23 der HSG Konstanz startet in Saisonendspurt.


Nichts konnte die U23 der HSG Konstanz zuletzt stoppen. Acht Siege in Folge lautet die beeindruckende Bilanz des Stocker-Teams, das nur durch die Spielpause über Ostern ausgebremst werden konnte. Am Samstag startet Konstanz in den Saisonendspurt im Kampf um den Aufstieg in die viertklassige Oberliga und die letzten fünf Saisonspiele.

Für große Spannung ist dabei gesorgt, nachdem die Zweitliga-Reserve im Rahmen des Superballs auch den bisherigen Tabellenzweiten Schutterwald bezwingen, sich damit den Relegationsrang schnappen und den Rückstand auf Spitzenreiter Hofweier auf nur noch einen Punkt reduzieren konnte. Eigentlich kam die Spielpause somit zur Unzeit für die voll in Fahrt befindlichen HSG-Talente, doch Stocker wusste die Zeit gut zu nutzen. „Wir haben vor Ostern nochmal die Intensität erhöht“, erklärt der HSG-Coach. „Über die Feiertage konnte dann jeder regenerieren.“ Vor allem im individuellen Bereich wurde viel gearbeitet. Die Spielpause kam zwar insofern eher ungelegen, weil „wir im Flow waren und gerne gespielt hätten“, sagt er. Doch das anzuführen wäre „eine billige Ausrede.“

Stattdessen wurden Blessuren auskuriert und hart trainiert. Denn Stocker wird nicht müde, vor der Aufgabe im Breisgau zu warnen. Zwar steckt Waldkirch/Denzlingen tief im Abstiegskampf, konnte den Konstanzern im Hinspiel jedoch eine von nur zwei Heimniederlagen beifügen. Diese fiel mit 28:34 auch noch sehr deutlich aus und brachte Stocker damals richtig auf die Palme. Obwohl Waldkirch, glänzend angeführt vom Ex-Konstanzer Kai Mittendorf, sich richtig stark präsentiert hatte, mit der eigenen Leistung war der B-Lizenzinhaber überhaupt nicht einverstanden und schimpfte über die „mit Abstand schlechteste Saisonleistung“. Konstanz hat also noch einiges gutzumachen und muss im Titelrennen weiter die zuletzt gezeigte Stabilität unter Beweis stellen, um sich für die nächsten Topspiele in Stellung zu bringen.

Doch Vorsicht ist geboten, denn  Waldkirch musste in den letzten vier Heimspielen bei einem Sieg drei Niederlagen mit nur einem Tor hinnehmen und verfügt über die vierbeste Angriffsreihe der Liga. „Wir müssen zusehen, dass wir es nun wesentlich besser als im Hinspiel machen“, fordert Stocker und sagt unmissverständlich: „Wer denkt, wir haben die Punkte bereits sicher, kann gleich daheim bleiben.“ So spricht der 30-Jährige zwar von einer schweren Aufgabe, ist – sollte die Leistung der letzten Wochen wieder abgerufen werden – aber zugleich optimistisch, dass der neunte Streich in Serie gelingen kann. Weil Samuel Wendel derzeit mit der B-Nationalmannschaft Österreichs in Kroatien weilt, muss er auf seinen zuletzt besten Torschützen verzichten, ebenso wahrscheinlich auf Beachhandball-Jugendnationaltorwart Moritz Ebert, der mit Verdacht auf Mittelfußbruch frühzeitig von einem Lehrgang der Nationalmannschaft abgereist ist. Dafür steht Torhüter Lukas Herrmann nach überstandener Verletzung wieder zur Verfügung.

Bei der Abstellung von Wendel empfindet Stocker „nur Stolz und Freude, wenn wir es schaffen, dass er nun zu seinen ersten A-Länderspielen kommt. Sam soll das genießen“ Außerdem hat er mit Patrick Volz und Tim Zeiler zwei Ersatzmänner in guter Verfassung. Stocker: „Wir müssen den Spaß, die Unbekümmertheit und die Freude der letzten Wochen entwickeln und erneut zeigen, wie sehr wir Bock haben, Handball zu spielen. Mit Spaßhandball, Leidenschaft und der Lust auf Siege.“

SG Waldkirch/Denzlingen  HSG Konstanz

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